Glosse

Tierischer Vorrang für Frauenfeld

Murgspritzer über tierische Auswanderer des Kamelhofs Olmerswil und das im Plättli-Zoo neugeborene Trampeltier namens Shiva. Und was das alles mit dem Frauenfelder Weihnachtsmarkt zu tun hat.

Samuel Koch
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Ein Kamel aus Olmerswil wartet auf seinen Einsatz an der Kamelkarawane, die den Frauenfelder Weihnachtsmarkt eröffnet.

Ein Kamel aus Olmerswil wartet auf seinen Einsatz an der Kamelkarawane, die den Frauenfelder Weihnachtsmarkt eröffnet.

(Bild: Andrea Stalder, 20.12.2019)

Ali, Mogli und Yoyo sind weg. Sie haben den Thurgau in Richtung Rheinland-Pfalz verlassen. Olmerswil hinter sich gelassen. Wegen der derzeitigen Einreisesperre vielleicht für immer. Aber was zum Kuckuck hat das mit Frauenfeld zu tun? Und wo liegt überhaupt Olmerswil?

Samuel Koch.

Samuel Koch.

(Bild: Reto Martin)

Nun gut, die Antwort auf die erste Frage ist simpel. Der Kleinstweiler Olmerswil liegt in der Ortschaft Neukirch an der Thur, als Teil der Gemeinde Kradolf-Schönenberg. Die Ecke ist bekannt für die Herkunft des amtierenden Regierungsratspräsidenten, und eben die doppelhöckrigen Wüstentiere vom Kamelhof Olmerswil. Ein Hit für jede Familie bei uhu-Ferien (ums Huus ume), sofern nicht gerade eine Seuche grassiert. Selbst der «Schweizer Illustrierten» war der Hof an der Grenze zum Kanton St.Gallen als Ausflugsziel schon einige Zeilen wert.

Jetzt aber genug ausgeschweift. Zurück zur wesentlich wichtigeren Antwort auf eingangs gestellte Fragen. Was zum Geier haben diese Kamele mit Frauenfeld zu tun? – Ruhig Blut! Ohne Kamelhof wäre der Frauenfelder Weihnachtsmarkt nicht so, wie wir ihn kennen und lieben. Als grössten überhaupt in der ganzen Ostschweiz, noch vor jenem in St.Gallen. Ohne Kamelkarawane und singende Kinder im Sternenkostüm: undenkbar!

Ali, Mogli und Yoyo mussten die Schweiz verlassen. Zum Glück waren es nicht die einzigen Trampeltiere vom Kamelhof. Sollten auch sie eines Tages auswandern, greift die Stadt auf das neugeborene Kameli vom Plättli-Zoo zurück, das inmitten der Krise zur Welt kam. Es hört zwar auf den gspässigen Namen Shiva. Dafür ist es quasi einheimisch.

Glosse

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Samuel Koch