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Serie

«Tiere sind meine grosse Leidenschaft»

Sonja Schneider ist Autorin berichtet in loser Folge über ihren Alltag als Landwirtschaftslehrling. In der heutigen Folge erzählt sie, wie es ihr an der Zwischenprüfung ergangen ist.
Sonja Schneider*

Meine Juni-Agenda ist vollgepackt. Erster Programmpunkt ist eine Teilprüfung. Zwei Experten kommen zu uns auf den Betrieb. Im ersten Teil der Prüfung geht es um Maschinen. Während eineinhalb Stunden muss ich drei Aufträge lösen.

Zuerst gilt es, am Traktor einen mittleren Service zu machen. Dieser beinhaltet unter anderem Schmieren und Luftfilter reinigen. Danach soll ich den Ladewagen «auswintern» und für die Heuernte vorbereiten. Ich schmiere die Schmiernippel nach, überprüfe die Messer und schaue, ob alle Lichter funktionieren. Nachher habe ich nicht so ein gutes Gefühl: Durch meine Nervosität habe ich einiges vergessen oder übersehen.

In der letzten Maschinen-Aufgabe geht es um die Sicherung der Ladung. Mit dem Stapler lade ich Heuballen auf den Wagen und sichere sie mit Spanngurten.

Futtermittel und Schalmtest

Nach einer Verschnaufpause sind die Kühe an der Reihe. Hier fühle ich mich sicherer. Tiere sind meine grosse Leidenschaft. Die Arbeit mit ihnen fällt mir leichter als mit Maschinen. Erste Aufgabe: eine Futterration vorbereiten. Ich erkläre, welche Futtermittel wir einsetzten und erläutere deren Eigenschaften.

Dann muss ich eine Kuh anbinden und aufzeigen, woran ich erkenne, dass sie gesund ist. Dann beschreibe ich die wichtigsten Eigenschaften einer langlebigen und leistungsfähigen Kuh. Das sind etwa Beckenbreite oder Euteraufhängung.

Der Schlusspunkt der Prüfung bildet das Melken. Nach der Vorbereitung des Melkstandes mache ich einen Schalmtest. Mit diesem kann ich die Zellzahlen in der Milch abschätzen. Zuletzt nehme ich eine Probe und beschrifte sie korrekt. Dann ist die Prüfung vorbei.

Der Heustock wird voller und voller

Meine Gefühle sind allerdings durchmischt und ich kann meine Leistung nicht genau einschätzen. Bei der Mechanisierung habe ich nicht geglänzt, aber in der Tierhaltung ist es mir rund gelaufen. Meine Vermutung bestätigt sich, als ich die Noten erhalte. Im Grossen und Ganzen bin ich sehr zufrieden damit.

Mitte Juni steht das Ökoheuen an. Zehn Tage später können wir mancherorts bereits den zweiten Schnitt ernten. Unser Heustock wird voller und voller. Auch der Mais schiesst in die Höhe. Das feuchtwarme Wetter bietet perfekte Bedingungen.

Nach dem ersten Hackdurchgang bringe ich vor dem Regen Gülle aus, um die jungen Maispflanzen und die gemähten Wiesen mit Stickstoff zu versorgen. Eine Woche später steht der zweite Durchgang an. Hacken bricht die Erdoberfläche auf – dadurch trocknet der Boden weniger aus. Zudem wird Stickstoff für die Pflanzen verfügbar. Hauptsächlich geht es aber um die Unkrautbekämpfung. Bei diesem heissen Wetter vertrocknen die ausgerissenen Unkräuter wunderbar.

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