Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Thurgipark in Frauenfeld will wieder wachsen

Nachdem Ausbaupläne für das Einkaufszentrum im Osten der Stadt vor Jahren scheiterten, nimmt die Eigentümerin einen neuen Anlauf. Für über 15 Millionen Franken soll sich die Verkaufsfläche mehr als verdreifachen.
Samuel Koch
Die Visualisierung zeigt den geplanten Erweiterungsbau mit Blick von Südosten. Links davon befindet sich der heutige Thurgipark, im Norden der Bereich der Anlieferungen. Im Vordergrund eingezeichnet sind die Parkplätze des McDonald’s.(Bild: PD/Theo Hotz Partner Architekten)

Die Visualisierung zeigt den geplanten Erweiterungsbau mit Blick von Südosten. Links davon befindet sich der heutige Thurgipark, im Norden der Bereich der Anlieferungen. Im Vordergrund eingezeichnet sind die Parkplätze des McDonald’s.(Bild: PD/Theo Hotz Partner Architekten)

Nach langer Funkstille kommt wieder Bewegung ins Spiel, wenn es um die Ausbaupläne des Thuriparks an der Zürcherstrasse 297 im Frauenfelder Langdorf geht. Seit Montag nun liegt beim städtischen Amt für Hochbau und Stadtplanung ein neues Baugesuch der Vögele Immobilien AG öffentlich auf. In einem neuen Anlauf plant sie, mit zwei Annexbauten auf der Wiese in Richtung Bahngleise nördlich des bestehenden Einkaufszentrums insgesamt 6000 Quadratmeter zusätzliche Ladenfläche zu bauen. Weil das jetzige Einkaufszentrum, das seit 1997 besteht, eine Verkaufsfläche von rund 2800 Quadratmetern aufweist, könnte sich die Fläche des Thurgiparks mehr als verdreifachen.

Seit mehreren Jahren schon hegte Vögele Immobilien mit Sitz in Zug Ausbaupläne für den Thurgipark, ursprünglich mit Investitionen von 20 bis 30 Millionen Franken. Damals hätte in einem doppelgeschossigen Anbau eine gesamthafte Verkaufsfläche von insgesamt 12000 Quadratmetern erreicht werden sollen. Weil sich jedoch Anwohner sowie der VCS Sektion Thurgau unter anderem gegen die Dimensionen und die Umweltverträglichkeit zur Wehr setzten, sind die Bagger bis zur Funkstille vor drei Jahren nie aufgefahren.

Eingeschossiger Bau und eine neue Tiefgarage

Seit einiger Zeit stehen die neuen Visiere auf der Wiese nördlich des Thurgiparks. Auf Anfragen hiess es jeweils, die Baupläne würden noch detailliert erarbeitet, wie der zuständige Mediensprecher Dominik Joos stets sagte. Nun liegt aber das neue Baugesuch öffentlich auf. Die neuen Pläne sehen einen länglichen und eingeschossigen Erweiterungsbau mit einer Fläche von 5000 Quadratmetern vor. Dahinter soll ein Anbau für Anlieferungen gebaut werden, mit einem darüberliegenden Dachgeschoss mit zusätzlicher Ladenfläche von 1000 Quadratmetern. Insgesamt rechnet Vögele beim neuen Projekt mit Investitionen zwischen 15 und 20 Millionen Franken. «Wir sind überzeugt, dass wir mit diesem neuen Konzept die Attraktivität des Standortes und des Thurgiparks steigern können», lässt Paul Vögele, Geschäftsführer der Vogele Immobilien AG, verlauten.

«Wir bauen erst, wenn wir Verträge mit den Mietern abgeschlossen haben.»
(Paul Vögele, Geschäftsführer Vögele Immobilien AG)

Zu den bestehenden rund 70 Parkplätzen sollen dank einer neuen Tiefgarage, welche mit der bereits existierenden verbunden wird, knapp 170 neue Parkplätze entstehen. «Die neue Zufahrt zum Erweiterungsbau und in die Tiefgarage erfolgt an der nordwestlichen Aussenseite des geplanten Gebäudes», erklärt Vögele-Mediensprecher Joos. Obwohl keine exakten Prognosen zu möglichen Verkehrsentwicklungen aufgrund der zusätzlichen Ladenfläche vorliegen, wird «alleine mit der Entflechtung der bestehenden Tiefgarage mit den aktuellen Aussenplätzen eine spürbare Entlastung des bestehenden Knotenpunktes rund um den McDonalds nebenan erreicht». Die Tiefgarage garantiere eine Entlastung und eine optimale Verkehrsführung, ergänzt Joos. Das Aussenparkplatzregime vor dem heutigen Thurgipark-Haupteingang werde zudem noch weiter optimiert.

Eine weitere Visualisierung des geplanten Erweiterungsbaus. (Bild: PD/Theo Hotz Partner Architekten)

Eine weitere Visualisierung des geplanten Erweiterungsbaus. (Bild: PD/Theo Hotz Partner Architekten)

OVS-Konkurs tangiert Erweiterungspläne nicht

Zu möglichen Mietern oder Mietinteressenten äussert sich Vögele Immobilien nicht. Nur so viel: «Wir stellen bestehenden und interessierten Mietern effiziente Nutzflächen zur Verfügung», sagt Joos. Er rechnet damit, dass es dank des Neubaus zu Mieterverschiebungen und neuen Flächenaufteilungen kommt. Derzeit würden Gespräche laufen, entsprechende Verträge – etwa auch mit Ankermietern – seien jedoch noch keine unterzeichnet. Der Konkurs der OVS-Kleiderkette, deren Marke ebenfalls noch gross am Thurgipark-Einkaufszentrum prangt, habe mit den jetzigen Plänen des Erweiterungsbaus nichts zu tun. «Das tangiert uns überhaupt nicht», meint Joos. Viel eher würde das für neue Mietinteressenten neue Chancen ermöglichen.

Verläuft beim derzeitigen Baugesuch alles nach Plan der Vögele Immobilien AG, erteilt die Stadt grünes Licht und bleibt Gegenwehr aus, soll der Baustart im Herbst 2019 erfolgen. Auf Spekulationen lässt sich die Bauherrin keine heraus, wie Paul Vögele meint: «Wir bauen definitiv erst, wenn die wirtschaftlichen Voraussetzungen erfüllt, also mit allen Mietern entsprechende Verträge abgeschlossen sind.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.