Thurgauerin Isabelle Forrer setzt sich für Organspende ein

Das neue Onlineregister von Swiss Transplant soll die Suche von Organspendern vereinfachen. Die ehemalige Profi-Beachvolleyballerin Isabelle Forrer aus dem Thurgau macht bei der Werbekampagne mit.

Dinah Hauser
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Die Thurgauerin Isabelle Forrer ist vom Onlieregister überzeugt. (Bild: Mareycke Frehner)

Die Thurgauerin Isabelle Forrer ist vom Onlieregister überzeugt. (Bild: Mareycke Frehner)

Seit kurzem gibt es ein Onlineregister von Swiss Transplant für Organspender. Die ehemalige Profi-Beachvolleyballerin Isabelle Forrer aus dem Thurgau ist ein Gesicht der Werbekampagne. Die 36-jährige sagt im Interview, dass sie im Ernstfall alle ihre Organe spenden würde. Sie führt schon länger einen Organspendeausweis in ihrem Portemonnaie mit.

Isabelle Forrer, wie kam es dazu, dass Sie bei der Kampagne mitmachen?

Thierry Laillard von der Agentur Exact hat mich angefragt, ob ich Lust hätte mitzumachen. Er hatte mich früher schon beim Beachvolleyball betreut mit Autogrammkarten und der Homepage. Ich war sofort dabei, da ich das eine gute Sache finde und schon länger einen Spenderausweis im Portemonnaie mittrage.

Wieso setzen Sie sich gerade für Organspende ein?

Ich habe einen medizinischen Hintergrund, da ich gelernte Physiotherapeutin bin. Meine Praktika habe ich alle im Spital absolviert. Dort gab es immer wieder Fälle, wo eine Organspende zur Diskussion stand. Ich finde es eindrücklich, dass man die Chance hat, ein Leben zu retten, wenn man mit seinem eigenen Körper nichts mehr anstellen kann und keine Perspektive mehr hat. Dass man noch etwas Gutes tun und so einer Person das Leben retten kann.

Wieso sollte man sich, Ihrer Meinung nach, in der neuen Datenbank eintragen?

Meiner Meinung nach wird es für die Angehörigen einfacher, wenn etwas passiert. Der Betroffene hat einen Wunsch hinterlassen, was mit seinem Körper geschehen soll. Ich selbst habe mich schon öfters mit meiner Familie darüber unterhalten. Ich denke aber, dass es einige Leute gibt, die sich noch nicht mit dem Thema Organspende auseinandergesetzt haben. Mit der Werbeaktion des Spenderegisters ist es nun eine gute Gelegenheit, darüber nachzudenken.

Was raten Sie Personen, die unsicher sind?

Unsichere Personen können sich auf der Webseite von Swiss Transplant, informieren. Dort gibt es auch Erfahrungsberichte von Spendewilligen, Transplantierten, Angehörigen und Fachpersonen. Weiter ist es sicher auch spannend, mit Leuten aus dem eigenen Umfeld zu diskutieren.

Was spenden Sie im Ernstfall?

Ich habe angekreuzt, dass ich im Ernstfall alles Spenden würde. Es ist für mich kein Thema, weniger zu geben.