Thurgauer Wahlen: Kritik ist das höchste Lob

ResTZucker: Am 10. Februar finden in vielen Thurgauer Gemeinden Wahlen statt. Während einige Oberhäupter ohne Gegenkandidat antreten, sehen sich andere mit gleich mehreren Herausforderern konfrontiert.

David Angst
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Dave Angst. (Bild: Ralph Ribi)

Dave Angst. (Bild: Ralph Ribi)

«Viel Feind, viel Ehr» sagt man landläufig. Anders formuliert: Je mehr Gegner ich habe, desto mehr bin ich von mir selbst überzeugt. Das sagt nicht etwa Donald Trump, sondern David H. Bon, Präsident der Thurgauer FDP und Stadtpräsident von Romanshorn. Also ganz genau so hat es Bon nicht gesagt. Auf die Frage, ob es ihm nicht zu denken gebe, dass gleich drei Gegenkandidaten ihn vom Thron stossen wollten, antwortet er: «Das ist ein positives Zeichen für Romanshorn. Wir haben die Arbeit so gut gemacht, dass es attraktiv ist, sich um die Stelle zu bewerben.»

Das sollten sich einige seiner Parteikollegen zu Herzen nehmen. Zum Beispiel Anders Stokholm, Stadtpräsident in Frauenfeld. Er tritt ohne Gegenkandidat zur Wiederwahl an. Oder Max Vögeli. Er ist seit 18 Jahren Gemeindepräsident von Weinfelden. Und nie ist jemand gegen ihn angetreten. Vögeli sollte mal in den Spiegel schauen und sich ernsthaft die Frage stellen, ob er seinen Job wirklich gut gemacht hat.

Weinfelder Gemeindepräsident tritt zur Wiederwahl an

An den Erneuerungswahlen vom 10. Februar 2019 wählen die Weinfelder Stimmberechtigten die Exekutive für die nächste Legislaturperiode. Gemeindepräsident Max Vögeli sagt «Ja, ich will nochmals antreten.»
Mario Testa