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21 tote Katzen im Tiefkühler: Thurgauer Veterinäramt beschlagnahmt Tiere in Müllheim

Das Thurgauer Veterinäramt hat heute eine private Tierhaltung in Müllheim geräumt. Grund: Erhebliche Missstände in der Haltung von mehreren Katzen und Hunden.
Das Veterinäramt konnte die Tiere umgehend behändigen, einer medizinischen Untersuchung zuführen und geeignet unterbringen. (Symbolbild)

Das Veterinäramt konnte die Tiere umgehend behändigen, einer medizinischen Untersuchung zuführen und geeignet unterbringen. (Symbolbild)

(red) Zur Räumung kam es anlässlich einer amtlichen Tierschutzkontrolle. In einem Privathaushalt in Müllheim wurden stark verwahrloste und vernachlässigte Tiere in prekären hygienischen Haltungsbedingungen angetroffen. Das schreibt das kantonale Veterinäramt in einer Mitteilung von Donnerstagnachmittag. Die Tiere wiesen zum Teil erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen auf.

Das Veterinäramt konnte die Tiere umgehend behändigen, einer medizinischen Untersuchung zuführen und geeignet unterbringen. Insgesamt wurden 18 Katzen, zwei Hunde, vier Kaninchen, sieben Hühner und vier Wüstenrennmäuse vorsorglich beschlagnahmt, wie es weiter in der Mitteilung heisst.

Das Thurgauer Veterinäramt habe Meldung bekommen, dass es bei der Frau Probleme mit der Tierhaltung geben könnte.

Keine Unbekannte

Kantonstierarzt Paul Witzig geht davon aus, dass die Frau Katzen aus dem Ausland importiert habe und sie an Abnehmer in der Schweiz weiter vermitteln wolle. «Vielleicht steckt dahinter falsch verstandene Tierliebe.» Doch der geplante Katzenhandel scheint ihr gründlich entgleist zu sein.

Die Frau ist für das Thurgauer Veterinäramt keine Unbekannte. 2010 war das Amt bereits eingeschritten, da sie zu viele Katzen gehalten habe. 12 Tiere habe sie behalten dürfen, mit der Auflage, die Zahl auf maximal fünf zu reduzieren. «Wir haben ihr dafür aber Zeit eingeräumt», sagt Witzig. Das heisst konkret: Sobald eine Katze abging, sei es durch Tod oder weil sie weitervermittelt wurde, hätte sie diese nicht ersetzen dürfen, so lange es mehr als fünf waren. Daran hat sie sich offensichtlich nicht gehalten.

Das Veterinäramt hat die Wohnung der Frau am Mittwoch erst geräumt, die genauen Umstände, wie es zu dieser Vernachlässigung gekommen ist, und wie der psychische Zustand der Frau ist, müssen erst noch abgeklärt werden.

21 tote Katzen im Gefrierschrank

Neben den lebenden Tieren fand das Veterinäramt 21 tote Katzen in einem Gefrierschrank zusammen mit Lebensmitteln. Drei weitere, in Plastiksäcken verpackte Katzenkadaver lagen in einem Gartenhäuschen, schreibt das Veterinäramt.

Gegen die Tierhalterin wurde in der Vergangenheit aufgrund früherer Verfehlungen bereits ein Teiltierhalteverbot verhängt. Das Veterinäramt hat gegen die Tierhalterin ein Administrativverfahren wegen Verstosses gegen die Tierschutzgesetzgebung eröffnet. Ihr droht nun ein Totaltierhalteverbot, schreibt das Veterinäramt.

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