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Thurgauer Unfallstatistik zeigt: E-Bikes können gefährlich sein

Die Anzahl Unfälle mit dem trendigen E-Bike haben sich im Thurgau innert vier Jahren mehr als verdoppelt.
Janine Bollhalder
Die Geschwindigkeit des E-Bikes wird oftmals unterschätzt. (Bild: Getty)

Die Geschwindigkeit des E-Bikes wird oftmals unterschätzt. (Bild: Getty)

Es ist leise, schnell und bequem, aber eben auch gefährlich: das E-Bike. Im vergangenen Jahr forderte das elektrisierte Velo einen Anstieg der Zahlen in der Unfallstatistik des Kantons Thurgau: «2018 hat es 49 Unfälle mit E-Bikes gegeben, 48 davon mit Personenschaden», sagt Michael Roth, von der Medienstelle der Kantonspolizei Thurgau.

Das sind mehr als doppelt so viele Unfälle, als noch im Jahr 2014 erfasst worden sind. «Die Unfallursachen sind vielfältig», sagt Roth.

Hauptursache ist aber gemäss der kantonalen Statistik eine «momentane Unaufmerksamkeit».

Die Zunahme der Unfallzahlen zeigt sich auch in der landesweiten Entwicklung: 2018 sind rund 40 Prozent mehr E-Bike-Fahrer schwer verletzt worden, als noch ein Jahr zuvor. Zwölf Unfallopfer sind ihren Verletzungen sogar erlegen.

Neues Gerät erfordert neues Wissen

«Die Erfahrung fehlt – sowohl bei den E-Bike-Fahrern, als auch bei den Automobilisten», sagt Hanspeter Krüsi von der Kantonspolizei St. Gallen. Auch der Thurgauer Nachbarkanton muss auf eine Zunahme der E-Bike-Unfälle in den Statistiken blicken. Es sind wie im Thurgau mehr als doppelt so viele als noch im Jahr 2014.

«Das E-Bike verhält sich anders, als ein herkömmliches Velo»,

Das erklärt Marco Vidale, Präsident der TCS Sektion Thurgau. Er rät Neubesitzern eines E-Bikes zu einem Verkehrssicherheitskurs.

Die Unfallstatistik zeigt nämlich auch, dass es nicht immer einen anderen Verkehrsteilnehmer für einen Zwischenfall benötigt – die E-Bike-Unfälle sind zum Grossteil selbst verschuldet. Die Verunfallten sind gemäss Statistik primär Personen über 65 Jahren. Vidale sagt: «Bisher kommen eher ältere Leute in den Verkehrssicherheitskurs.» Angesprochen seien aber alle Generationen.

Vom landesweiten Veloverkauf des vergangenen Jahres sind ein Drittel elektrisierte Zweiräder. Pascal Schwarz, Geschäftsführer von Velo Schwarz in Weinfelden hat zwar keine Zunahme des E-Bike-Absatzes erkennen können, sagt aber:

«Vermehrt entdecken junge Personen den Komfort des E-Bikes.»

Wie etwa Mütter, die mit Kinderanhängern unterwegs sind. Er befürwortet die E-Bike-Verkehrssicherheitskurse des TCS und gibt den Käufern jeweils Flyer mit, denn er meint: «Es wäre wünschenswert, wenn sich mehr Leute dafür interessieren würden.» Schwarz engagiert sich auch selbst und übernimmt den theoretischen Teil des Kurses.

Aus seiner Erfahrung als Velohändler weiss er auch:

«Viele Leute, die ihr Velo nach einem Unfall zur Reparatur bringen, nutzen es für ihren Arbeitsweg.»

Freizeitfahrer, welche abseits der Hauptstrassen unterwegs sind, würden weniger zu den Unfallopfern zählen.

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