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Thurgauer Tourismuspreis 2018 geht an den Campingplatz Wagenhausen

Seit 2001 zeichnet Thurgauer Tourismus innovative Betrieb oder Organisationen mit einem Motivationspreis aus. Heuer gehen die 10'000 Franken an die Familie Müller, die seit 1985 in Wagenhausen den Campingplatz führt.
Stefan Hilzinger
Zeltler-Idyll auf dem Campingplatz Wagenhausen (Bild: Reto Martin)

Zeltler-Idyll auf dem Campingplatz Wagenhausen (Bild: Reto Martin)

Das Idyll liegt am westlichen Dorfrand von Wagenhausen an der Hauptstrasse von Stein am Rhein nach Diessenhofen: Der Campingplatz Wagenhausen reicht von der Strasse hinunter an den Rhein, wo sich ein Flussbad, ein Steg und der Hafen der Gemeinde befinden. Seit Jahrzehnten machen hier Teilzeitnomaden Ferien mit Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil.
Der Schweizer Camping-Pionier Adolf Näf gründete den Platz 1959. Ein Jahr vor dem 60-Jahr-Jubiläum bekommt der Campingplatz nun den Thurgauer Tourismuspreis 2018. Die Dachorganisation Thurgau Tourismus vergibt den Motivationspreis seit 2001. Er ist mit 10000 Franken dotiert und würdigt vorbildliches, unternehmerisches Handeln im Sinne der Tourismus-Strategie. 2017 gewann die Schweizerische Bodensee Schifffahrt.

Die Zirkuswagen sind in der Saison ständig belegt. (Bild: PD)

Die Zirkuswagen sind in der Saison ständig belegt. (Bild: PD)

Meienberg berichtete aus «Wohnwagenhausen»

Seit 33 Jahren ist die Familie von Gemeindepräsident Harry Müller Besitzerin und Bewirtschafterin der Anlage. «Der Preis ist eine Anerkennung für unsere Arbeit», sagt Geschäftsführer Müller. Die Anlage erreichte schon in den 1970er-Jahren eine gewisse Bekanntheit, als der Journalist und Schriftsteller Niklaus Meienberg in seinen «Reportagen aus der Schweiz» auch über «Wohnwagenhausen» schrieb.
«Die Familie Müller hat das grosse Potenzial für einen hochwertigen Campingtourismus erkannt», schreibt Thurgau Tourismus am Dienstag in einer Pressemitteilung. Mit einem mutigen Konzept hätten die Besitzer die Anlage stetig weiterentwickelt.

Neuer Schub seit 2012

Harry Müller, Gemeindepräsident und Campingplatzwirt. (Bild: Margrith Pfister Kübler)

Harry Müller, Gemeindepräsident und Campingplatzwirt. (Bild: Margrith Pfister Kübler)

«Seit 2012 erneuern wir die Anlage Schritt für Schritt», sagt Harry Müller. Im Jahr davor seien er, seine Frau und die drei Töchter zusammengesessen und haben sich grundsätzlich Gedanken gemacht, wie es mit Platz weitergehen soll. Bis anhin war der Platz vor allem auf Dauergäste ausgerichtet. Neue Angebote, wie etwa Übernachten im Zirkuswagen oder ein neuer, kindergerechter Swimmingpool seien dazugekommen. Auch in die Rezeption, die von Tochter Miriam Blösch-Müller geführt wird, habe man investiert. Ebenso in die WCs.

Luftansicht des Campingplatzes am westlichen Dorfrand. (Bild: PD)

Luftansicht des Campingplatzes am westlichen Dorfrand. (Bild: PD)

Die Rechnung gehe auf, auch weil Camping im Trend liege. 2018 sei ein «Bombenjahr» für den Campingbetrieb. Die Zahl der Übernachtungen liege um 40 Prozent über dem Vorjahr. «Das liegt einerseits am Wetter, aber andererseits an den neuen Angeboten», sagt Müller. Die Zirkuswagen etwa seien von Juni bis Ende September permanent belegt. In der Hochsaison sind zwischen 300 und 400 Personen gleichzeitig auf dem Platz zu Gast.

Mit dem Wohnmobil durch Skandinavien

Kommendes Jahr gibt Harry Müller sein Amt als Gemeindepräsident von Wagenhausen ab. Er sei zwar kein eingefleischter Camper. Er hat aber auch schon sporadisch ein Wohnmobil gemietet, etwa in Skandinavien. «Wenn ich vielleicht einmal mehr Zeit habe, werde ich das sicher öfters tun», sagt er. Der Reiz des Campings – ob nun mit Zelt, Wohnwagen und Wohnmobil – liegt für ihn in der offensichtlichen Nähe zur Natur. «Man muss Camping selbst ausprobieren, um zu merken, worin der Reiz liegt», sagt Müller. «Was gibt es Schöneres, als vor dem Zelt zu sitzen und mit einem Glas Wein in der Hand am Wasser den Sonnenuntergang zu beobachten?»

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