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Kommentar

Thurgauer SVP-Ständeratskandidat: Stark ist der Stärkere

Dass Jakob Stark zum Ständeratskandidaten der SVP nominiert worden ist, kommt für viele nicht überraschend. Schon eher sein komfortabler Vorsprung auf Mitbewerber Markus Hausammann. Allgemein war mit einem knappen Entscheid gerechnet worden.
Christian Kamm
Christian Kamm. (Bild: Urs Jaudas)

Christian Kamm. (Bild: Urs Jaudas)

Wieso also so deutlich? Das liegt zum einen darin begründet, dass Stark sich als kompletter Politiker präsentieren konnte. Bei einem Wein würde man sagen: gut gereift. Da spielt dann auch das zugegebenermassen fortgeschrittene Alter keine grosse Rolle mehr. Im Gegenteil: Mit seiner Regierungserfahrung in drei Departementen ist Stark in zahlreichen Themenfeldern zuhause. Er ist mit viel taktischem Geschick gesegnet und schon heute vernetzt bis ins Bundeshaus. Solche politische Allrounder sind geradezu geschaffen für den Ständerat. Dort, wo die Bundespolitik mehrheitsfähig gemacht wird, braucht es Politiker, die die Kunst des Kompromisse-Schmiedens beherrschen.

Der kantonale Bauernpräsident Hausammann wird auch in der SVP selber zwar als ausgewiesener, aber eben als Spartenpolitiker wahrgenommen – der im Nationalrat am richtigen Ort ist beziehungsweise wäre. Da sind zu viele Themen, in denen man von ihm politisch noch nichts gehört hat. Und bei allem Respekt vor dem immer noch einflussreichen landwirtschaftlichen Flügel in der Partei: Sind die Interessen des ganzen Kantons beim Bauernpolitiker Markus Hausammann tatsächlich in den besten Händen, wenn ein Jakob Stark zur Verfügung steht?

Ein rein wahltaktisches und arithmetisches Argument kommt hinzu: Mit Bauernsohn und Historiker Stark kann die SVP deutlich mehr Wählerschichten bis ins gehobene Bürgertum hinein ansprechen, als ihr das mit Hausammann je gelungen wäre. Und darum geht es doch bei Majorzwahlen.

Verlierer Markus Hausammann gehört dennoch das letzte Lob. Er hat mitgeholfen, aus der Nomination eine echte Wahl zu machen. Da war Spannung drin, lebendiger Wettbewerb, Scheinwerferlicht und viel Mobilisierung auf allen Ebenen. Anstelle von Absprachen in Hinterzimmern wurde Politik tatsächlich gelebt. Demokratie in Hochform. Mehr davon!

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