Thurgauer SVP-Regierungsratskandidat verpasst den Zug

Kantonsrat Urs Martin stand am Donnerstag auf dem Bahnhof Romanshorn vor verschlossenen Zugtüren.

Thomas Wunderlin
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Urs Martin, SVP-Kantonsrat und Bahnfahrer. (Bild: Andrea Stalder)

Urs Martin, SVP-Kantonsrat und Bahnfahrer. (Bild: Andrea Stalder)

Urs Martin, Regierungsratskandidat der SVP Thurgau, hat am Donnerstag den Zug von Romanshorn nach Genf verpasst. Bereits 45 Sekunden vor der fahrplanmässigen Abfahrtszeit um 6.48 Uhr seien die Türen des Zugs verschlossen gewesen, twittert Martin:

«Er fuhr ohne mich. Service sans public!»

Er sei dann mit dem nächsten Zug nach Kloten gefahren und habe das Flugzeug nach Genf genommen, sagt Martin.

SBB-Mediensprecher Martin Meier kommentiert auf Anfrage per Mail: «Gemäss Auskunft unserer Betriebszentrale fuhr der betreffende Zug in Romanshorn mit anderthalb Minuten Verspätung ab.»

Entweder habe das Zugpersonal die Türen zur geplanten Abfahrtszeit geschlossen, der Zug sei aber noch etwas am Perron gestanden, bis er die Abfahrtsfreigabe erhielt. Im Nachhinein sei das nicht mehr nachzuvollziehen.

Oder die Türen seien zu früh geschlossen worden. In diesem Fall sei es ein Versehen. «Dass Reisende dadurch ihren Zug verpasst haben, tut uns natürlich leid.» Grundsätzlich gelte:

«Bei der SBB werden die Türen jeweils frühestens beim Zeigersprung der fahrplanmässigen Abfahrtszeit geschlossen.»