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Thurgauer Ständeratswahlen: Herausforderer zielen auf einen zweiten Wahlgang

SVP-Regierungsrat Jakob Stark hat beste Karten, im Herbst in den Ständerat einzuziehen. Mit einem breiten Kandidatenfeld wollen Herausforderer zumindest verhindern, dass er es auf Anhieb schafft.
Silvan Meile
Die Kleine Kammer im Bundeshaus: Ständeräte verabschieden sich am letzten Tag der Herbstsession 2015. (Bild: KEY/ Peter Klauzner)

Die Kleine Kammer im Bundeshaus: Ständeräte verabschieden sich am letzten Tag der Herbstsession 2015. (Bild: KEY/ Peter Klauzner)

Jakob Stark läuft im Herbst jeweils den Halbmarathon von Wil nach Frauenfeld. In diesem Jahr schnürt er die Laufschuhe möglicherweise als Thurgauer Ständerat. Knapp einen Monat vor dem «Frauenfelder», am 20. Oktober, wählen die Stimmbürger ihre eidgenössischen Vertreter für Bern.

In dieses politische Rennen startet Stark aus allerbester Position. Die SVP nominiert den Regierungsrat als Nachfolger des zurücktretenden Parteikollegen Roland Eberle. Und die SVP hat beste Karten und mit Stark einen guten Trumpf, ihren Sitz im Ständerat zu halten. Seit Jahrzehnten stellt sie im Thurgau einen Standesvertreter. Doch einige Parteien wollen Jakob Stark auf seinem Gang ins Stöckli eine Hürde in den Weg stellen.

Herausforderer erhoffen sich ein breites Kandidatenfeld

«Ein erstes Ziel ist es, einen zweiten Wahlgang zu erzwingen», sagt Kurt Egger, Präsident der Thurgauer Grünen. Dazu bräuchte es wohl ein breites Feld an Herausforderern. Eine Umfrage bei Parteien zeigt, nebst den Grünen versichern auch die SP und die Grünliberalen, einen Kandidaten ins Rennen zu schicken. Egger sähe es gerne, wenn auch die FDP einen Kandidaten stellen würde. Denn eine zusätzliche bürgerliche Kandidatur würde die Wahrscheinlichkeit eines zweiten Wahlgangs erhöhen und ein erneutes Taktieren ermöglichen.

«Bei uns sind immer noch Gespräche mit möglichen Kandidaten im Gang», sagt FDP-Fraktionspräsident Anders Stokholm. Offiziell nominiere seine Partei Ende März für den Wahlherbst. Seit Wochen halten sich die Thurgauer Freisinnigen mit einer möglichen Ständeratskandidatur im Gespräch.

Doch zwingend ist es für die Freisinnigen offensichtlich nicht, Finanzpolitiker Jakob Stark herauszufordern. Stokholm betont, dass dieser nicht dem rechten Flügel der SVP angehöre. Ausserdem könnten mögliche Listenverbindungen für die Nationalratswahlen die Überlegungen der FDP beeinflussen.

Die Grünliberalen hegen Hoffnung

Unabhängig von Befindlichkeiten wegen allfälliger Listenverbindungen agieren die Grünliberalen. «Wir werden sicher kommen», sagt GLP-Fraktionschef Ueli Fisch auf eine Ständeratskandidatur angesprochen. Doch bei Namen hält auch er sich bedeckt. Möglicherweise tritt Fisch selber an. Auf seiner Webseite läuft zumindest schon ein Countdown: Noch 236 Tage sind es bis zu den nationalen Wahlen.

Die Ausgangslage sei besser als vor vier Jahren, sagt Fisch. Damals trat der grünliberale Klemenz Somm gegen die beiden Bisherigen Brigitte Häberli (CVP) und Roland Eberle (SVP) an. Somms Resultat war immerhin ein Achtungserfolg. Der Kreuzlinger vereinte 26300 Stimmen. Eberle kam auf 49500, Häberli auf mehr als 53000. Das absolute Mehr lag bei 34 000 Stimmen. Nun sei die Situation wegen eines freien Sitzes verheissungsvoller, sagt Fisch: «Und wir sind eine aktive Alternative.»

Kommt es zu einer Ehrenrunde?

Die GLP nominiert am 24. April. Erst am 25. Mai macht die SP offiziell, wen sie ins Rennen schickt, erklärt Parteipräsidentin Nina Schläfli auf Anfrage. Für den Nationalrat nominieren die Sozialdemokraten deutlich früher: am 5. April.

Vielleicht muss Jakob Stark auf dem Weg nach Bern tatsächlich eine Ehrenrunde einlegen. Trotz Herausforderer dürfte jedoch Brigitte Häberli als Bisherige einen Start-Ziel-Sieg erringen.

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