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Thurgauer Staatsanwalt
ermittelt wegen Genie Holding AG

Ehemalige Mitarbeiter des Tägerwiler Stromhandelsunternehmen wunderten sich, dass die Staatsanwaltschaft nicht aktiv wurde. Nun führt diese eine Strafuntersuchung wegen Misswirtschaft.
Thomas Wunderlin
Die Genie Holding AG zog letztes Jahr ins Dienstleistungszentrum Zecchinel in Taegerwilen. (Bild: Nana do Carmo)

Die Genie Holding AG zog letztes Jahr ins Dienstleistungszentrum Zecchinel in Taegerwilen. (Bild: Nana do Carmo)

In Zusammenhang mit dem Konkurs der Tägerwiler Genie Holding AG führt die Thurgauer Staatsanwaltschaft eine Strafuntersuchung wegen Misswirtschaft. Es gab eine Hausdurchsuchung, und diverse Geschäftsunterlagen wurden sichergestellt, schreibt der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Marco Breu, auf Anfrage. «Diese Unterlagen werden nun gesichtet.»

Festnahmen habe es keine gegeben. «Da es bekanntlich um eine auch in Deutschland anhängige Angelegenheit geht, sind die schweizerischen Behörden mit den deutschen Behörden in (rechtshilfeweisem) Kontakt.»

Die Genie Holding AG war die Mutter der ebenfalls bankrotten Bayerische Energieversorgungsgesellschaft (BEV). 250000 ihrer Kunden müssen gemäss Medienmeldungen damit rechnen, Vorauszahlungen von 50 Millionen Euro zu verlieren.

Erst im November den Sitz verlegt

Die Genie Holding, die rund 50 Mitarbeiter beschäftigte, hatte ihren Sitz erst im November 2018 von Kreuzlingen nach Tägerwilen verlegt. Den Konkurs meldete sie am 18. Februar 2019 an. Gemäss ehemaliger Mitarbeiter wurden in diesem Zusammenhang Akten vernichtet – und laut einem Zeitungsbericht überwies sich der Inhaber einen fetten Bonus. Man wunderte sich, weshalb die Staatsanwaltschaft noch nicht aktiv geworden war.

Auf dem vollständig liberalisierten deutschen Strommarkt gab es schon mehrere Pleiten wie jene der BEV. Das Geschäftsmodell besteht laut «Focus.de» darin, Kunden mit nicht kostendeckenden Tarifen anzulocken und im zweiten Vertragsjahr die Tarife massiv zu erhöhen.

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