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Thurgauer SP-Kantonsrätinnen fordern mehr Frauen in kantonalen Führungspositionen

Zur geringen Anzahl Kaderfrauen in der Kantonsverwaltung haben vier Kantonsrätinnen eine Interpellation eingereicht. Dass drei Frauen im fünfköpfigen Regierungsrat sitzen, ist nach ihrer Ansicht nicht repräsentativ für die Geschlechtervertretung insgesamt.
Larissa Flammer
Interpellantin Nina Schläfli, Präsidentin der SP Thurgau. (Bild: Donato Caspari)

Interpellantin Nina Schläfli, Präsidentin der SP Thurgau. (Bild: Donato Caspari)

Die drei Frauen im Thurgauer Regierungsrat lassen «auf den ersten Blick vermuten, dass die Gleichstellung von Frau und Mann im Kanton bestens funktioniert». Das schreiben vier SP-Kantonsrätinnen in einer Interpellation.

Im Regierungsrat sind Frauen in der Mehrheit.(Bild. Reto Martin)

Im Regierungsrat sind Frauen in der Mehrheit.(Bild. Reto Martin)

Sie haben aber festgestellt, dass aktuell alle Generalsekretariate der Kantonsverwaltung in Männerhand sind. Nur wenige Frauen seien beim Kanton, seinen selbständigen Anstalten und den Gerichten in einer Führungsposition tätig. «Das Ungleichgewicht der Geschlechtervertretung in diesen Funktionen ist klar erkennbar», schreiben Edith Wohlfender, Nina Schläfli, Sonja Wiesmann und Marina Bruggmann.

Dabei mindere eine aktive Karriereförderung der Frauen bekanntlich den Fachkräftemangel. Und es sei anzunehmen, dass es in den kommenden Jahren in diversen Leitungspositionen infolge Pensionierungen zu Wechseln komme.

29 Mitunterzeichner der Interpellation

In der Interpellation fragen die Kantonsrätinnen, wie hoch die Frauenquote der Kaderstellen beim Kanton, den selbständigen Anstalten und den Gerichten ist. Zudem wird der Regierungsrat gebeten, Auskunft darüber zu geben, ob definiert ist, wie hoch die Stellenprozente für eine Führungsposition sein müssen und inwiefern Teilzeitarbeit bei Kaderstellen unterstützt und gefördert wird.

Auch die Unterstützung von berufstätigen Eltern interessiert die Interpellantinnen. Sie fragen ausserdem: «Welche Instrumente kennen Kanton, die Gerichte und selbständigen Anstalten, um eine geschlechtergerechte Besetzung der Führungspositionen zu fördern?» 29 Kantonsräte haben die Interpellation mitunterzeichnet.

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