Thurgauer Rotes Kreuz hat während 20'000 Stunden Angehörige entlastet

Der Entlastungsdienst des Schweizerischen Roten Kreuzes ist ebenso gefragt wie der Fahrdienst. Über 800 freiwillige Helfer betreuen auch Kinder und sind für den Notruf bereit.

Christoph Heer
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Niels Möller präsidiert seit zwei Jahren das SRK Thurgau. (Bild: Christoph Heer)

Niels Möller präsidiert seit zwei Jahren das SRK Thurgau. (Bild: Christoph Heer)

«Es mangelt an Menschlichkeit in der Welt. Ich will mit meinen freiwilligen Einsätzen dazu beitragen, dass es mehr Menschlichkeit gibt.» Diese Aussage stammt von einer Frau, die sich im Besuchs- und Begleitdienst des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) Thurgau engagiert.

Sie ist eine von über 800 Freiwilligen, die sich im Kanton für ihre Mitmenschen einsetzen, sie unterstützen und Hilfe anbieten, wo Hilfe benötigt wird. Mehr Menschlichkeit, dafür setzt sich das SRK ein. «Unsere Vielfalt an Dienstleistungen zu Gunsten der Thurgauer Bevölkerung ist nur dank der Flexibilität und des grossen Einsatzes von Freiwilligen und unseren über 100 Mitarbeitern, möglich.» Das sagte Niels Möller, Präsident SRK Thurgau.

Er begrüsste 128 Anwesende, davon 76 Stimmberechtigte, zur Jubiläumsversammlung im Regionalen Alterszentrum Tannzapfenland in Münchwilen. Möller wird einstimmig für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt – ebenso seine Vorstandskollegen Melanie Altwegg, Brigitte Schürch, Urs Gamper (Vizepräsident), Ruedi Studer und Elisabeth Herzog Engelmann.

Lob des Kantons und von Annemarie Huber-Hotz

«Ich arbeite gerne im Entlastungsdienst. So erfahren Menschen in schwierigen Lebenssituationen Unterstützung vom SRK und mich macht es glücklich, wenn ich helfen kann.» Diese Aussage stammt von einer Betreuerin des Entlastungsdienstes. Dass diese Dienstleistung für pflegende Angehörige unverzichtbar ist, zeigen die Zahlen: Im vergangenen Jahr wurden demnach 133 Kunden während knapp 20000 Einsatzstunden entlastet. Gleichermassen imposant sind die Zahlen in der Kinderbetreuung zu Hause, beim Rotkreuz-Notruf oder im Rotkreuz-Fahrdienst.

Dass diese Zahlen beeindrucken, weiss auch Susanna Schuppisser, stellvertretende Amtschefin des Amtes für Gesundheit Kanton Thurgau. «Das SRK schaut hin und setzt um, was möglich ist. Auch das SRK Thurgau leistet einen ungemein wichtigen Beitrag zum Wohle unserer Mitmenschen.»

Die SRK-Schweiz-Präsidentin Annemarie Huber-Hotz wird beschenkt. (Bild: Christoph Heer)

Die SRK-Schweiz-Präsidentin Annemarie Huber-Hotz wird beschenkt. (Bild: Christoph Heer)

Annemarie Huber-Hotz, Präsidentin SRK Schweiz, sagt, dass dank der 24 SRK-Kantonalverbände die 150-jährige Erfolgsgeschichte weitergeführt werden könne. «Neues wagen und offen sein für die Zukunft ist unser Credo. Das SRK Thurgau ist gut aufgestellt und geht vorbildlich voraus», sagte Huber-Hotz. Mit Panflötenklängen, einem Referat über Glück von Sigmar Willi sowie einem Apéro riche, lassen sich die Anwesenden unterhalten und verwöhnen.