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Interview

Thurgauer Nationalrätin Edith Graf-Litscher im Interview: «Ich hatte ein Poster von ABBA über dem Bett hängen»

SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher isst jeden Morgen Müesli und macht Yoga. Sie fühlt sich 20 Jahre jünger, als sie ist.
Christian Ruh
Edith Graf-Litscher am Bahnhof ihres Wohnorts Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Edith Graf-Litscher am Bahnhof ihres Wohnorts Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Was hat Sie die letzte Woche besonders beschäftigt?

Ich habe kein Verständnis, wenn die SBB aufgrund von verspäteten Zügen nicht mehr an allen Orten halten, die gemäss Fahrplan vorgesehen sind.

Was beschäftigt Sie auf kantonalpolitischer Ebene?

Der Kanton Thurgau führt eine «Schwarze Liste» mit allen Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen ihre Krankenkassenprämien nicht bezahlt haben. Als einziger Kanton landen im Thurgau auch Kinder und Jugendliche auf dieser Liste. Gesundheitspolitik darf nicht auf dem Buckel der jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft ausgetragen werden.

Warum wohnen Sie in Frauenfeld?

Frauenfeld bietet viel Lebensqualität und ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erschlossen, was für mich für die Session in Bern natürlich sehr wichtig ist.

Wenn Sie den Thurgau verlassen müssten, an welchen Ort würde es Sie ziehen?

Ins Engadin, das ist meine zweite Heimat. Ich schätze diese Kraftoase sehr.

Was tun Sie für den Umweltschutz im Alltag?

Ich achte darauf, regionale und saisonale Produkte zu kaufen, und benutze wenn möglich die öffentlichen Verkehrsmittel. Ausserdem beziehen wir unseren Strom von einer Solaranlage.

Womit tanken Sie Energie?

Beim Nordic Walking im Thurgau, beim Wandern im Engadin oder allgemein in der Natur.

Haben Sie ein Morgenritual? Und wie sieht es aus?

Als Erstes gehe ich in die Küche und mache ein Müesli. Danach starte ich in den Tag mit ein paar Yoga-Übungen.

Können Sie kochen?

Ich koche gerne, aber selten aufwendig. Am liebsten mit dem Steamer. Schnell und gesund lassen sich darin Fleisch, Fisch, Gemüse und Reis unkompliziert zubereiten.

Was wäre Ihre Henkersmahlzeit?

Eine feine Pizza Quattro Stagioni.

Bier, Wein, Cola oder Kaffee: Worauf könnten Sie am ehesten verzichten?

Bier, ganz klar. Das habe ich überhaupt nicht gerne.

Was haben Sie als Kind am liebsten gegessen?

Spaghetti mit Tomatensauce und Schnipo.

Was ist Ihre schönste Kindheitserinnerung?

Als ich mich von meiner Lehrerin ungerecht behandelt gefühlt habe und meine Eltern voll und ganz hinter mir gestanden sind.

Was ist Ihr gefühltes Alter?

35, wegen meiner Energie, meines Tatendrangs und meiner vielen Ideen, die ich umsetzen möchte.

Welche Musik haben Sie zuletzt für sich entdeckt?

Ich habe letztens ein paar meiner alten Alben wieder rausgekramt. Ich mag starke Frauenstimmen wie die Sängerinnen Céline Dion oder Bonnie Tyler. Zum Entspannen dann aber gerne auch Enya.

Was posten Sie auf Social Media?

Meistens Politisches, damit die Thurgauer wissen, wofür ich mich einsetze und was mir wichtig ist.

Was war das letzte Buch, das Sie gelesen haben?

Die Autobiografie der US-Präsidentengattin Michelle Obama.

Was haben Sie zuletzt im Internet gekauft?

Einen E-Reader, auf dem ich mir regelmässig Bücher kaufe.

Was nehmen Sie immer mit, wenn Sie aus dem Haus gehen?

Meine meist zu volle und zu schwere Handtasche.

Worauf freuen Sie sich an einem freien Wochenende?

Bücher lesen, oder in die Natur gehen. Vor allem aber auch keine Termine zu haben.

Worüber kann man mit Ihnen nicht reden?

Mit mir kann man über alles reden. Es kommt nur darauf an wie. Bei Rechthabern, die alles besser wissen und kein anderes Argument gelten lassen, setzte ich dann irgendwann einen Punkt.

Lügen Sie manchmal?

Die Leute sagen mir oft, ich sei zu ehrlich für eine Politikerin.

Ihr erster Traumberuf war?

Bahnbetriebsdisponentin bei den SBB, das war der Beruf meines Vaters. Das bin ich schlussendlich dann auch geworden.

Haben Sie ein Vorbild?

Meinen Vater. Ich habe den gleichen Beruf wie er gelernt. Er war ausserdem auch politisch tätig.

Mit wem würden Sie gerne einmal eine Flasche Wein trinken?

Mit der Hollywood-Schauspielerin Meryl Streep.

Wann haben Sie zuletzt ein Open-Air-Konzert besucht?

Ich höre das Frauenfelder Open Air bei mir zu Hause. Selber war ich zum letzten Mal vor zwei Jahren beim Live at Sunset in Zürich.

Wie würde der Filmtitel Ihres Lebens lauten?

Ein erfülltes Leben.

Was war Ihr erstes Auto?

Ein Toyota Corolla.

Von wem hatten Sie als Teenager ein Poster über dem Bett hängen?

Eins von ABBA.

Wohin war Ihre weiteste Reise?

In den Westen der USA oder nach Hongkong und Bali.
Wenn Geld kein Problem wäre, welches Auto hätten Sie?
Einen neuen Tesla.

Auf welchen Luxus möchten Sie nicht verzichten?

Ich wohne gerne in schöner Umgebung und liebe unseren Garten. Mein Zuhause ist meine Wohlfühloase. Meine Wohnung in Bern schätze ich während der Session und den Kommissionssitzungen sehr.

In welchem Job wären Sie eine Fehlbesetzung?

Als Handarbeitslehrerin. Wenn es um sehr feine Arbeiten geht, bin ich nicht sehr bewandert.

Was finden Sie gut an sich?

Bei mir weiss man immer, woran man ist. Und meine positive offene Art.

Welche Eigenschaft haben Sie von Ihrem Vater?

Das Interesse für Politik und ÖV.

Welche von Ihrer Mutter?

Die positive Lebenseinstellung und die Energie.

Was würde Ihre Mutter über Sie sagen?

«Ich bin stolz darauf, dass meine jüngste Tochter Nationalrätin ist.»

Was soll einst auf Ihrem Grabstein stehen?

Sie hat GELEBT.

Zur Person

Edith Graf-Litscher ist Nationalrätin der SP und Sekretärin der Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV. Zudem vertritt sie als Stiftungsrätin die Arbeitnehmenden in der Symova, Sammelstiftung BVG und setzt sich für sichere Renten ein. Die 55-Jährige ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann in Frauenfeld. Sie besuchte die Diplommittelschule («Verkehrsschule») in St. Gallen und arbeitete später als Bahnbetriebsdisponentin bei den SBB. (red)

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