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Thurgauer Militärangehörige treten mit einem Lächeln ab

Der Kanton hat 500 Thurgauerinnen und Thurgauer aus dem militärischen Dienst entlassen. Viele von ihnen gaben die gesamte Ausrüstung ab. 68 Personen kauften der Armee die Waffe ab.
Larissa Flammer
Die Thurgauer werden in Märstetten aus dem Militärdienst entlassen. (Bild: Andrea Stalder)

Die Thurgauer werden in Märstetten aus dem Militärdienst entlassen. (Bild: Andrea Stalder)

Die Männer, die am Mittwoch aus der Tür der Märstetter Turnhalle treten, haben ein Lachen im Gesicht. Sie sind frei, wurden gerade aus der Armee entlassen. In den Händen halten sie ein bedrucktes Sackmesser – ein Abschiedsgeschenk – sowie ein Päckchen mit Militär-Schokolade und Biscuits.

Einige von ihnen haben eine Tasche geschultert; sie nehmen einige Ausrüstungsgegenstände aus der Dienstzeit für den privaten Gebrauch mit nach Hause. Viele haben jedoch alles in die verschiedenen Container geworfen.

Militärische Entlassungen 2018 in der Mehrzweckhalle Märstetten. (Bild: Andrea Stalder)
Militärische Entlassungen 2018 in der Mehrzweckhalle Märstetten. (Bild: Andrea Stalder)
Militärische Entlassungen 2018 in der Mehrzweckhalle Märstetten. (Bild: Andrea Stalder)
Militärische Entlassungen 2018 in der Mehrzweckhalle Märstetten. (Bild: Andrea Stalder)
Militärische Entlassungen 2018 in der Mehrzweckhalle Märstetten. (Bild: Andrea Stalder)
Militärische Entlassungen 2018 in der Mehrzweckhalle Märstetten. (Bild: Andrea Stalder)
Militärische Entlassungen 2018 in der Mehrzweckhalle Märstetten. (Bild: Andrea Stalder)
Militärische Entlassungen 2018 in der Mehrzweckhalle Märstetten. (Bild: Andrea Stalder)
Militärische Entlassungen 2018 in der Mehrzweckhalle Märstetten. (Bild: Andrea Stalder)
Militärische Entlassungen 2018 in der Mehrzweckhalle Märstetten. (Bild: Andrea Stalder)
Militärische Entlassungen 2018 in der Mehrzweckhalle Märstetten. (Bild: Andrea Stalder)
Militärische Entlassungen 2018 in der Mehrzweckhalle Märstetten. (Bild: Andrea Stalder)
Militärische Entlassungen 2018 in der Mehrzweckhalle Märstetten. (Bild: Andrea Stalder)
Militärische Entlassungen 2018 in der Mehrzweckhalle Märstetten. (Bild: Andrea Stalder)
Märstetten TG - Militärische Entlassungen 2018 in der Mehrzweckhalle Märstetten. Regierungsrätin Cornelia Komposch richtet einige Worte an die Abgänger. Zum Austritt gibt es ein Sackmesser, Militärschoggi und Guetzli.
Militärische Entlassungen 2018 in der Mehrzweckhalle Märstetten. (Bild: Andrea Stalder)
Militärische Entlassungen 2018 in der Mehrzweckhalle Märstetten. (Bild: Andrea Stalder)
Militärische Entlassungen 2018 in der Mehrzweckhalle Märstetten. (Bild: Andrea Stalder)
Militärische Entlassungen 2018 in der Mehrzweckhalle Märstetten. (Bild: Andrea Stalder)
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Entlassung aus dem Militärdienst

Gekommen sind die jetzt offiziell Entlassenen voll bepackt. In Rollkoffern, Taschen und Kartonschachteln schleppten sie herbei, was zu Hause schlummerte. Der Parcours in der Turnhalle, der zu den verschiedenen Abgabestellen führt, ist «ein erprobter Ablauf», wie Kreiskommandant Gregor Kramer sagt. Schon seit mehreren Jahren werden die militärischen Entlassungen in Märstetten durchgeführt.

Ein Hunderternötli für die Armeewaffe

Ein grosser Teil der abgegebenen Ausrüstung wird der Entsorgung zugeführt. «Auch aus hygienischen Gründen», sagt Kramer. Einige Stücke werden wiederverwendet. «Und dann gibt es auch noch den Verkauf über die Liquidations-Geschäfte.»

Ein paar Gewehre werden gleich am Montag verkauft. 13,7 Prozent der 497 entlassenen Thurgauer nehmen ihre Armeewaffe für ein Hunderternötli wieder mit nach Hause. Doch einfach wird ihnen das nicht gemacht. Sie müssen eine bestimmte Anzahl Obligatorische oder Feldschiessen absolviert und einen Waffenschein erhalten haben. Der Kreiskommandant sagt:

«Früher haben sich die Leute oft gesagt, ich nehme die Waffe halt mal mit nach Hause. Heute nimmt sie nur noch mit, wer sie wirklich will.»

Waffenläufer zum Beispiel können ohne ein Gewehr nicht an den Start – der «Frauenfelder» findet just diesen Sonntag statt. Auch wer bei traditionellen Schiessen mitmachen will, hat gerne seine eigene Waffe.

Achtungsstellung in Turnschuhen

Die jungen Männer – Frauen sind nur vereinzelte darunter – bringen den Parcours ruhig hinter sich. Lauter wird es beim Zwipf, dem Znüni oder Zvieri, der danach auf sie wartet. Weil die Entlassungen nach Wohngemeinden gestaffelt sind, kennen sich viele. Zuletzt werden die Noch-Angehörigen der Armee in einen kleinen Saal gebeten, wo Kreiskommandant Kramer, Sicherheitsministerin Cornelia Komposch und Brigadier René Baumann je eine kurze Rede halten und ihnen danken.

Dem Kreiskommandanten kommt die Ehre zuteil, die Anwesenden ein letztes Mal in Achtungsstellung zu befehlen. «Das muess jetzt chlöpfe», sagt eine Stimme zwischen den Stuhlreihen. «Wird schwierig i Turnschueh», antwortet eine andere. Tatsächlich tönt die Ausführung des Befehls ohne die Kampfstiefel etwas ungewohnt, doch gelernt ist gelernt. Ausnahmslos wird diesem letzten Befehl Folge geleistet, dann ist die Dienstzeit vorbei.

Wer nicht erscheint, wird disziplinarisch verfolgt

Cornelia Komposch entlässt die Frauen und Männer mit einem Händedruck aus der Armee. Mit dem Sackmesser, das sie dabei erhalten, können sie zur Feier des Tages eine Flasche Wein aufmachen: Es verfügt über einen Zapfenzieher, wie Kramer mit einem Schmunzeln erwähnt.

Nichts zu feiern haben diejenigen, die am Mittwoch trotz Marschbefehl und ohne Dispens nicht erschienen sind. «Die werden wir disziplinarisch verfolgen», sagt der Kreiskommandant. Eventuell werden sie nachträglich dispensiert – oder bestraft.

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