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Thurgauer Kantonsräte kritisieren schleppende Sanierung von Fliessgewässern

Der Grosse Rat des Kantons Thurgau debattiert über die Revitalisierung von Fliessgewässern. Vor allem dem links-grünen Lager geht es zu langsam voran. Baudirektorin Carmen Haag sagt: «Wir sind nicht so weit, wie wir gerne wären.»
Sebastian Keller
Der Murg-Auen-Park in Frauenfeld gilt als gelungenes Revitalisierungsprojekt. (Bild: Reto Martin)

Der Murg-Auen-Park in Frauenfeld gilt als gelungenes Revitalisierungsprojekt. (Bild: Reto Martin)

47 Kilometer Flüsse und Bäche müssen im Thurgau bis 2035 als naturnaher Lebensraum gestaltet werden. Mit der Revitalisierung soll der Hochwasserschutz verbessert und die Biodiversität erhöht werden. Doch die Revitalisierung stockt – statt drei Kilometer wird im Schnitt pro Jahr einer saniert. Maja Bodenmann (CVP, Diessenhofen) und Toni Kappeler (GP, Münchwilen) hatten deshalb einen Vorstoss eingereicht. Diesen diskutierte das Parlament am Mittwoch.

«Ich bin klar der Meinung, dass die Anstrengungen zu intensivieren sind», sagte Bodenmann. Das findet auch SP-Kantonsrätin Barbara Müller (Ettenhausen). «Der Hochwasserschutz wurde sträflich vernachlässigt mit Verbauungen.» Christina Pagnoncini (GLP, Alterswilen) stellt fest: «Viele erachten Revitalisierung als Luxusproblem.» Deshalb gelte es, Anstösser mit guten Beispielen – sie nannte den Frauenfelder Murg-Auen-Park – zu überzeugen. Toni Kappeler ortet im Harmoniebedürfnis des Kantons das Problem: Sanierungen würden auf die lange Bank geschoben, weil man niemandem auf die Füsse treten wolle.

Das bürgerliche Lager sieht kein Tempo-Problem. Bruno Lüscher (FDP, Aadorf) verwies darauf, dass es sich um eine Verbundaufgabe über Generationen handelt. Anzustreben seien die «sinnvollsten und machbarsten Lösungen». Paul Koch (SVP, Oberneunforn) wand dem Kanton ein Kränzchen: «Die Regierung hat ihre Hausaufgabe gemacht.» Regierungsrätin Carmen Haag betonte, dass in den meisten Fällen landwirtschaftliche Flächen betroffen seien. «Wir müssen sehr sorgfältig vorgehen, werden immer wieder zurückgeworfen», sagt Haag. «Deshalb sind wir nicht so weit, wie wir gerne wären.» Sie versprach aber, über den Fortschritt periodisch zu berichten. (seb.)

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