Thurgauer Grossratsfraktionen fordern Wirtschaftshilfe vom Kanton

Die Präsidenten der Grossratsfraktionen verlangen schnell weitere Massnahmen des Kantons. Auf die Details der Bundeshilfe könne nicht gewartet werden.

Thomas Wunderlin
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Die vorläufig letzte Sitzung des Grossen Rats vom 11. März.

Die vorläufig letzte Sitzung des Grossen Rats vom 11. März. 

Andrea Stalder

In einem offenen Brief an den Regierungsrat erklären die Präsidenten der sieben Thurgauer Grossratsfraktionen, dass sie die bisher getroffenen Massnahmen bezüglich der Corona-Krise «vorbehaltlos» unterstützen. Zugleich fordern sie «schnellstmöglich weitere wirtschaftliche Massnahmen auf kantonaler Ebene».

Zahlreiche Kantone hätten bereits Massnahmen ergriffen, welche die Situation von Unternehmen, Selbstständigerwerbenden, Kulturschaffenden, Eltern mit Betreuungspflichten und Arbeitnehmern milderten. Auch im Thurgau sollten finanzielle Mittel «durch den Kanton und die Thurgauer Kantonalbank unbürokratisch zur Verfügung gestellt werden».

Aufruf an die Bürger

Darüber hinaus fordern die Fraktionspräsidenten, dass der Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer, die nicht zu Hause arbeiten könnten oder dürften, jederzeit gewährleistet werde. Die Fraktionspräsidenten appellieren «an die Thurgauerinnen und Thurgauer», sich eigenverantwortlich und solidarisch zu zeigen, damit das Gesundheitssystem aufrechterhalten werden könne.

Der offene Brief ist unterzeichnet von Gallus Müller (CVP/EVP), Daniel Frischknecht (EDU), Anders Stokholm (FDP), Ueli Fisch (GLP/BDP), Peter Dransfeld (GP), Sonja Wiesmann (SP) und Stephan Tobler (SVP).

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