Thurgauer Gewerbeverband will rasche Lockerung der Corona-Schutzmassnahmen

Die Branchen sollen selber dafür sorgen, dass Abstand gehalten und Mundschutz getragen wird.

Thomas Wunderlin
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In der Lebensmittelindustrie ist Mundschutz schon lange üblich: Bina Bischofszell.

In der Lebensmittelindustrie ist Mundschutz schon lange üblich: Bina Bischofszell.

Reto Martin

Der Thurgauer Gewerbeverband (TGV) fordert einen baldigen Abbau der Corona-Schutzmassnahmen. Dabei sei es klar, «dass sämtliche Lockerungen von Verboten und Vorschriften der epidemiologischen Lage angepasst werden müssen», wie der TGV schreibt. Die Thurgauer Regierung soll ihren Einfluss auf den Bund zur Umsetzung «einer raschen Exitstrategie» geltend machen.


Die vom Bund zur Bekämpfung der Pandemie getroffenen Massnahmen haben nach Ansicht des TGV Wirkung gezeigt. Sie seien angemessen und erfolgreich gewesen. «Jetzt muss es darum gehen, schrittweise zur Normalität zurückkehren zu können.» Teilöffnungen des Detailhandels sollen vorangetrieben werden.

«Dabei soll der Bund nicht von sich aus entscheiden, welche Branchen wann öffnen dürfen. Primär sollen die Branchen selber darlegen, wie der Kundenkontakt unter Einhaltung des Gesundheitsschutzes erfolgen kann.»

Eigenverantwortung schafft Vertrauen

Der Thurgauer Gewerbeverband zeigt sich überzeugt, dass auch Detailhändler ausserhalb des Lebensmittelbereichs in der Lage sind, sämtliche Vorschriften des Bundes einzuhalten, beispielsweise die Einhaltung des Abstands. Dasselbe gelte für Branchen mit erhöhtem Kundenkontakt. Lösungen seien in der Gastronomie, beim Coiffeur und in sämtlichen Beauty-Branchen möglich.

Unter welchen Voraussetzungen in einem Coiffeursalon gearbeitet werden könne, habe der Branchenverband bereits dargelegt. Solche von den Branchen erarbeiteten Lösungen schaffen laut TGV «das dringend notwendige Vertrauen, gemeinsam einen Weg aus der wirtschaftlichen Krise zu finden».

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