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Thurgauer Firmen spüren den Handelsstreit

Unternehmen aus dem Kanton tauschten sich über internationale
Herausforderungen aus. Expertinnen und Experten standen für individuelle Beratungen zur Verfügung.
Zur Exportfinanzierung sprachen Verena Utzinger (Schweizerische Exportversicherung), Beat Egloff (Thielenhaus Superfinish Innovation AG, Matzingen) und Thomas Kaufmann (UBS). (Bild: PD)

Zur Exportfinanzierung sprachen Verena Utzinger (Schweizerische Exportversicherung), Beat Egloff (Thielenhaus Superfinish Innovation AG, Matzingen) und Thomas Kaufmann (UBS). (Bild: PD)

(red) Der internationale Handel erlebt eine Eskalation von protektionistischen Massnahmen und Gegenmassnahmen zwischen den Handelsmächten. Thurgauer Unternehmen bleiben davon nicht unberührt. Eine Auslegeordnung bot der Anlass «Global T – Thurgauer Wirtschaft International» auf dem Wolfsberg in Ermatingen. Mehr als 80 Personen nahmen daran teil.

«Ich sehe noch keine Beruhigung», sagte Botschafter Markus Schlagenhof, Delegierter des Bundesrates für Handelsverträge. Er erinnerte daran, dass der Wohlstand der Schweiz auf der frühen Integration in den Welthandel gründet. Machtpolitik und Protektionismus feierten gegenwärtig ein überraschendes Comeback.

Die Welthandelsorganisation WTO sehe sich mit der grössten Krise seit ihrem Bestehen konfrontiert. Bilaterale und regionale Freihandelsabkommen gewinnen in diesem Umfeld laut Schlagenhof an Bedeutung. Im Rahmen solcher Freihandelsverträge setze sich die Schweiz stets für Nachhaltigkeitsstandards ein. Sie verfüge über eines der bestausgebauten Freihandelsnetze der Welt.

Der Aufwand lohnt sich

Von diesem Freihandelsnetz profitiert die Geobrugg AG in Romanshorn. Sie fertigt Schutzsysteme aus hochfesten Stahldrahtnetzen und exportiert diese in alle Welt. «Freihandelsabkommen müssen aktiv angewendet werden», stellte CEO Andrea Roth fest. Er zeigte sich davon überzeugt, dass sich der administrative Aufwand lohnt, der nötig ist, um in den Genuss von Zollvergünstigungen zu kommen.

Er riet den Teilnehmenden, die einzelnen Exportgeschäfte sorgfältig abzuklären. Wenn ein Produkt Teile aus unterschiedlichen Ländern enthält, müssten diese frühzeitig richtig kombiniert werden.

Absicherung von ­Exportgeschäften

Über den Umgang mit den EU-Strafzöllen auf Stahlimporten berichtete Jodok Reinhardt, Geschäftsführer der Forster Profilsysteme AG, Arbon. Rund 60 Prozent des Jahresumsatzes des Unternehmens wird mit Kunden in der EU erzielt. Seiner Ansicht nach benötigt die Schweiz ein solides Fundament für den Austausch mit der EU. Er sprach sich für die Unterzeichnung des Rahmenabkommens aus.

Weitere Themen am alljährlichen Treffen der exportierenden Firmen bildeten die Vorfinanzierung und Absicherung von Exportschäften mit der Schweizerischen Exportversicherung sowie die digitalen Gefahren bei internationalen Geschäften. Beraterinnen und Berater von Switzerland Global Enterprise standen für individuelle Beratungen zur Verfügung.

Verantwortlich für den Anlass zeichneten die Wirtschaftsförderung Thurgau, die Industrie- und Handelskammer Thurgau sowie die UBS Thurgau/St. Gallen-West.

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