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Thurgauer Einzelhandel diskutierte über Gefahren und Nutzen von Sozialen Medien

Der Verband TGshop lud zu seinem Herbsttreffen einen Jungunternehmer ein, der über die Chancen von sozialen Netzwerken für den Geschäftserfolg referierte. Er warnte aber auch vor den Gefahren.
Christof Lampart
Referent und Jungunternehmer Marcel Wirth. (Bild: Christof Lampart)

Referent und Jungunternehmer Marcel Wirth. (Bild: Christof Lampart)

Der Frauenfelder Jungunternehmer Marcel Wirth hielt am Herbsttreffen von TGshop ein Referat, um den Anwesenden den Einstieg in die Sozialen Medien schmackhaft zu machen. Rund 60 Mitglieder des Verbands des Einzelfachhandels waren am Dienstagabend ins Weinfelder Rathaus gekommen.

Zwar hielt Wirth fest, dass die Präsenz des eigenen Geschäfts in den sozialen Netzwerken mit viel Zusatzaufwand verbunden und ein automatischer Erfolg mitnichten garantiert ist. Doch zugleich verwies er auf das grosse Werbe- und Kundenpotenzial von Facebook, Twitter, Whatsapp und Co. «Alleine Facebook, gewissermassen der Alleskönner unter den Sozialen Medien, hat weltweit 1,87 Milliarden Nutzer. Und in der Schweiz nutzen 4,5 Millionen Menschen regelmässig die Sozialen Medien, um sich privat oder geschäftlich auszutauschen», zählte Wirth auf.

Lieber zuerst einmal drüber schlafen

Der Vorteil sei, dass man Kunden direkt und regelmässig Neuigkeiten bekannt geben könne. Neuigkeiten, welche diese dann wiederum Freunden weitergeben, ohne dass das Geschäft einen weiteren Werbeaufwand betreiben muss. Dieses «viral gehen» könne enorm sein – allerdings sowohl im positiven wie im negativen Sinne. Wirth warnte:

«Wenn nur einer von 100 Kunden meint, dass Sie etwas falsch gemacht haben und dies aggressiv im Internet äussert, dann kann es sein, dass Sie sich im Nu einem Shitstorm ausgesetzt sehen.»

Deshalb seien zwei Dinge bei der Lancierung eines eigenen geschäftlichen Social-Media-Auftritts zu beachten: Zum einen sei das Internet kein rechtsfreier Raum. Und zum anderen müsse man sich vor dem Veröffentlichen Zeit zur Reflexion nehmen. «Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie etwas veröffentlichen sollen, dann schlafen Sie lieber noch eine Nacht darüber.»

Eine Präsenz in den Sozialen Medien sei schnell lanciert – doch die Pflege wolle gelernt sein und brauche vor allem genug Zeit. «Es ist nicht nötig, dass man täglich etwas von sich gibt, aber alle zwei Wochen sollte man schon etwas Interessantes haben, das die Kunden neugierig macht.»

Bedürfnis und Zielgruppe klar definieren

Ganz wesentlich sei, dass man sich vor dem Schritt in ein soziales Netzwerk klar mache, was und wen man mit dieser Massnahme überhaupt erreichen wolle. «Legen Sie zuerst eine Strategie fest, überlegen Sie, was Ihre Zielgruppe ist, und suchen Sie sich dann gezielt ein oder mehrere Netzwerke heraus», riet Wirth.

Und noch zwei Tipps gab er allen, die sich schon in den Sozialen Medien tummeln: «Posten Sie im Zweifelsfall lieber weniger als zu viel – sonst kommen Sie schnell als Spammer rüber. Und geschäftliche Beiträge an einem Donnerstag bringen immer am wenigsten, denn mitten in der Woche nimmt bei vielen die Übersättigung in Sachen Informationen schon zu.»

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