Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Thurgauer Bauern ärgern sich über Tierschutzkontrollen

Landwirte äussern ihren Unmut über Hofbesuche des Veterinäramts. Deshalb richtet der Bauernverband eine Anlaufstelle für Problemfälle ein. Beim Kanton ist man darüber nicht überrascht.
Silvan Meile
Schweine wühlen in ihrem Gehege. (Bild: Key/Jean-Christophe Bott)

Schweine wühlen in ihrem Gehege. (Bild: Key/Jean-Christophe Bott)

Ärger mit den Kontrolleuren. Landwirte bringen beim Thurgauer Bauernverband ein heikles Thema zur Sprache. «Von einigen Mitgliedern haben wir vernommen, dass es bei Tierschutzkontrollen immer noch vorkommt, dass Landwirte unzufrieden oder verunsichert zurückbleiben», schreibt der Verband Thurgauer Landwirtschaft in einer Mitteilung an seine Mitglieder.

Das habe schliesslich auch zu Diskussionen im Vorstand geführt, erklärt Jürg Fatzer, Geschäftsführer des Thurgauer Bauernverbandes.

«Zwei, drei Mitglieder sind an uns getreten und haben gesagt, es gebe hier ein Problem.»

Der Thurgauer Bauernverband fiel beim Kanton aber nicht gleich mit der Tür ins Haus. «Wir wollten zuerst wissen, welches die tatsächlichen Probleme sind», sagt Fatzer.

Deshalb hat der Verband Thurgauer Landwirtschaft eine «Anlaufstelle für solche Auffälligkeiten» eingerichtet. Dort sollen alle Meldungen über problematisch verlaufene Tierschutzkontrollen gesammelt werden, bevor man beim Kanton vorspricht und dort die Fakten auf den Tisch legt.

Schweinhalter verweigert den Zutritt zum Hof

Das Veterinäramt hat Kenntnis vom Aufruf des Verbands Thurgauer Landwirtschaft, erklärt Bettina Kunz vom Informationsdienst des Kantons Thurgau. Es komme häufig vor, dass Landwirte unzufrieden seien. Kunz nennt ein Beispiel:

«Letzte Woche versuchte ein Schweinehalter, den Kontrolleuren des Veterinäramtes den Zutritt zum Hof zu verweigern, als diese eine unangemeldete Kontrolle durchführen wollten.»

Erst unter Androhung, die Polizei beizuziehen, habe die Kontrolle stattfinden können. Beim Thema Beanstandungen würden die subjektiven Wertvorstellungen weit auseinandergehen, sagt Kunz. Das ist nichts Neues. «Im Vergleich zu früheren Jahren stellt das Veterinäramt keine signifikante Veränderung in Bezug auf Beanstandungen von Tierschutzkontrollen fest.»

Der Ursprung sind Zankereien

Der Thurgauer Bauernverband stellte die Bedingung auf, dass nur jene Landwirte eine problematische Kontrolle melden sollen, die auch mit ihrem Namen hinstehen. Und plötzlich scheint sich das Problem erledigt zu haben. Das zeigt die Nachfrage beim Verband, wie viele Meldungen seit der Ankündigung Mitte Oktober tatsächlich eingegangen sind. «Keine Einzige», sagt Jürg Fatzer.

Vielmehr habe sich herausgestellt, dass «zwischenmenschliche Probleme» der Grund für den damaligen Unmut gewesen sein dürften. «Vielleicht haben nicht in jedem Fall alle Beteiligten eine grosse Sozialkompetenz an den Tag gelegt», versucht Fatzer zu erklären. Beim Bauernverband sei man froh, die Angelegenheit nun einordnen zu können. «Es gibt für uns jetzt keinen Grund, beim Kanton zu intervenieren.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.