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Zu wenig Niederschlag: Der Thurgau sitzt auf dem Trockenen

Die Grundwasserpegel sind noch immer zu tief. Seit der massiven Trockenheit des
vergangenen Sommers konnten sie sich nie richtig erholen, weil lang anhaltende Niederschläge ausblieben.
Silvan Meile
Wassertiefstand am Untersee bei Ermatingen Ende November 2018. (Bild: Donato Caspari)

Wassertiefstand am Untersee bei Ermatingen Ende November 2018. (Bild: Donato Caspari)

Der Kanton hat die Trockenheit noch nicht überwunden. Nach dem extrem wasserarmen Sommer des vergangenen Jahres ist auch über den Winter nicht genug Regen auf den Thurgau niedergeprasselt. Deshalb verharren auch die Grundwasservorräte auf einem ungewohnt tiefen Niveau.

Zwar gab es in den vergangenen Monaten einzelne Tage mit starkem Regen, richtig lange Regenperioden sind aber ausgeblieben, sagt Marco Baumann, Leiter Wasserbau und Hydrometrie beim Thurgauer Amt für Umwelt. Aus diesem Grund haben sich vergangene Woche verschiedene Experten aus der kantonalen Verwaltung getroffen und über die möglichen Auswirkungen einer erneuten Trockenperiode im laufenden Jahr beraten.

Bisher blieb der Regen auch 2019 aus

Falls grosse Niederschläge weiterhin unterdurchschnittlich stark ausfallen, muss laut den Experten des Kantons bereits in den kommenden Monaten mit einer Beschränkung der Wassernutzung gerechnet werden. Baumann sagt:

«Natürlich hoffen wir, dass der erwünschte Regen im Frühling kommt.»

Die Wetterdaten des aktuellen Jahres sprechen aber eine andere Sprache. Im Thurgau bleibt es weiterhin zu trocken. Die Niederschlagsmengen des aktuellen Jahres liegen ebenfalls deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Zwar habe es an einzelnen Tagen sogar so stark geregnet, dass die Thur anschwoll, das habe aber noch nicht zu einer Entspannung der Lage führen können, sagt Baumann.

Deshalb will der Kanton derzeit auf die Problematik einer nächsten Trockenheit hinweisen. Die erneute Einsetzung des Fachstabs Trockenheit sei derzeit noch nicht notwendig. «Wir sind aber vorbereitet», sagt Bachmann.

Abfischen, Feuer- und Wasserentnahmeverbot

Im Jahr 2018 regnete es im Thurgau viel zu wenig. Bereits im April wurden beispielsweise in Steckborn nur neun Prozent der üblichen Niederschläge gemessen. Im Juni verfügte der Regierungsrat aufgrund der tiefen Pegelstände in den Bächen und Flüssen ein Wasserentnahmeverbot für die Landwirtschaft. Fünf Monate lang galt dieses.

Am 1. August herrschte ausserdem ein generelles Verbot von Feuerwerk. Selbst im heimischen Garten war grillieren verboten. Viel zu trocken war die Vegetation, viel zu gross die Gefahr von Bränden. Erst seit September ist das Entfachen von Feuer im Freien wieder überall gestattet.

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