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Thurgau will Erdwärme für süsse Beeren

Als grösster Beeren- und drittgrösster Gemüsekanton setzt der Thurgau Akzente beim Einsatz von Geothermie in Gewächshäusern. Der Verein Geothermie Thurgau verstärkt sein Engagement in diese Richtung.

In den vergangenen Jahren haben Schweizer Stromunternehmen Milliarden in erneuerbare Energien investiert. Betrüblich nur, dass dies vor allem im Ausland geschehen sei. Das sagte der Thurgauer Energiedirektor und Regierungsrat Walter Schönholzer an der Mitgliederversammlung des Vereins Geothermie Thurgau (VGTG). «Solche Investitionen hätte ich lieber bei uns», betonte er und meinte damit Investoren im Zuschnitt des Gemüsebauern Hansjörg Grob in Schlattingen.

Experten diskutieren mit Gemüsebauern und Beerenzüchtern

Solche Engagements sind auch für den VGTG wegweisend, wie es in einer Mitteilung über die Versammlung heisst: Seit einem Jahr diskutieren VGTG-Experten mit einem halben Dutzend Thurgauer Gemüsebauern und Beerenzüchter über den Einsatz von Erdwärme, berichtete VGTG-Präsident und CVP-Energiepolitiker Josef Gemperle. Mit gutem Grund: «Lebensmittelerzeuger, die mit tieferen CO2-Emissionen produzieren, haben am Markt deutliche Vorteile.»

Vor allem die Grossverteiler legten die Messlatte bei der Nachhaltigkeit der Produkte stetig höher. Das sei gerade für den Thurgau als grösster Beeren- und drittgrösster Gemüseproduzent der Schweiz wichtig. «Und ein Grund dafür, vorbildlich zu bleiben», meinte Regierungsrat Schönholzer und stellte erneut die Idee eines «Kompetenzzentrums Geothermie» im Thurgau in den Raum.

Sowohl bei Beerenzüchtern als auch bei Gemüsebauern könnte Erdwärme gute Dienste leisten. (Bild: Mareycke Frehner)

Sowohl bei Beerenzüchtern als auch bei Gemüsebauern könnte Erdwärme gute Dienste leisten. (Bild: Mareycke Frehner)

«Schmuddelkind» CO2 wird zum Wertstoff

«Mit dem Ja der Stimmbürger zum neuen Energiegesetz fliessen auch in Zukunft Forschungsgelder in die Erkundung des tiefen Untergrundes», erklärte der Gastreferent, Professor Martin O. Saar vom Institut für Geophysik an der ETH Zürich. «Geothermie kann über die Stromerzeugung hinaus auch als Speicher für Solar- und Windstrom eingesetzt werden», sagte der Wissenschaftler gemäss Mitteilung. Die ETH forsche mit Hochdruck daran, im Untergrund anstelle eines Wasserkreislaufes einen CO2-Kreislauf zu realisieren. Denn diese «Erdbatterien» hätten nicht nur ein riesiges Energiepotenzial, sie seien auch «hocheffizient» und trügen durch die Nutzbarmachung des Klimagases CO2 zusätzlich zur Entlastung der Umwelt bei.

VGTG komplettiert seinen Vorstand

Der VGTG hat seinen über 30 Persönlichkeiten zählenden Vorstand komplettiert, wie es weiter in der Mitteilung heisst. Die Mitglieder stimmten der Aufnahme der Thurgauer SVP-Nationalrätinnen Diana Gutjahr und Verena Herzog sowie von FDP-Nationalrat Hansjörg Brunner zu.

Jost Rüegg ersetzt Rainer Bodmer als Vertreter der Umweltorganisationen im Vorstand, und Bernd Frieg von der Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) ergänzt den Ausschuss des VGTG. Als Präsident wurden Josef Gemperle und als Vizepräsident Roland Wyss wiedergewählt. Jahresbericht, Rechnung-gen und Budget wurden diskussionslos von den Mitgliedern genehmigt, heisst es weiter in der Mitteilung. (red)

www.vgtg.ch

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