Thurgau unterhält Thurgauer Strasse im St.Galler Auftrag

Die bisherige Kantonsstrasse T 14 durchs Thurtal geht auf Anfang 2020 ins Eigentum des Bundes über und heisst fortan N 23. Den Unterhalt besorgt weiterhin das Thurgauer Tiefbauamt als Subunternehmer des Kantons St. Gallen.

Thomas Wunderlin
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Ein Mitarbeiter des Werkhofs Sulgen reinigt Strassenpfosten.

Ein Mitarbeiter des Werkhofs Sulgen reinigt Strassenpfosten.

Nana Do Carmo

Aufgrund des Netzbeschlusses geht die Thurtalachse auf den Jahreswechsel zum Bund. Die in N 23 umbenannte bisherige T14 gehört in Zukunft zum Nationalstrassengebiet VI, das sogenannte Gevi, erklärt Kantonsingenieur Andy Heller auf Anfrage. Der Bund hat den Kanton St.Gallen für den Unterhalt der Nationalstrassen im Gevi-Gebiet beauftragt. Das St.Galler Baudepartement betreibt dafür in St. Gallen-Neudorf einen Gevi-Stützpunkt.

Der Kanton St. Gallen hat nun mit dem Kanton Thurgau eine Vereinbarung über den Unterhalt der Thurtal-Aachtal-Strassen N 23 von Bonau bis Arbon-West geschlossen. Für pauschal 1,285 Millionen Franken besorgt der Thurgau den Unterhalt auf seiner bisherigen Kantonsstrasse.
Dazu gehören unter anderem Winterdienst, Böschungen Auslichten und Leitplanken Wechseln nach Unfällen; ausgeführt werden die Arbeiten vom Werkhof Sulgen aus.

Fussgänger-Schutzinsel ist im Thurtal Bundessache

Der Thurgau ist für den «betrieblichen und projektfreien Unterhalt» zuständig. Nicht mehr zu seinen Aufgaben gehört laut Heller beispielsweise, wenn etwa in Erlen eine Fussgängerschutzinsel erstellt werden soll.

Auch der Autobahnzubringer Arbon von Wiedehorn bis Meggenhus geht auf Neujahr vom Eigentum des Kantons Thurgau an den Bund über. Den Unterhalt besorgt weiterhin das Gevi, wie auch jenen der Thurgauer Autobahnabschnitte A 7 und A 1 .

Das Gevi verfügt dafür in Frauenfeld-Ost und Siegershausen über Stützpunkte. 2022 werden diese zu Gunsten eines neuen Stützpunkts in Müllheim aufgehoben.

Auch Winkeln-Herisau-Appenzell zum Gevi

Das Gevi ist das drittgrösste der elf Gebietseinheiten. Dazu gehören unter anderem die Autobahnen durchs Rheintal und entlang des Walensees. Nebst der N 23 kommt auf Neujahr die N 25 Winkeln-Herisau-Appenzell ins Gevi.

Wenn die Bodensee-Thurtalstrasse einmal gebaut ist, wird voraussichtlich auch das Gevi den Unterhalt besorgen. Die bisherige Kantonsstrasse fällt dann an den Thurgau zurück, der den Unterhalt dannzumal wieder in eigenem Auftrag besorgen wird.

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