Thurgau: Nachtragskredit für Optimierung von Pestizid

Der Regierungsrat des Kantons Thurgau beantragt beim Grossen Rat einen Nachtragskredit in der Höhe von 7,75 Millionen Franken (brutto) beziehungsweise 1,7 Millionen Franken (netto) für das Ressourcenprojekt «AquaSan».

Drucken
Teilen
Ein Landwirt versprüht ein Pflanzenschutzmittel. (Key/Arno Balzarini)

Ein Landwirt versprüht ein Pflanzenschutzmittel. (Key/Arno Balzarini)


(red) Der Antrag gilt für die Projektdauer von acht Jahren.
Das Projekt «AquaSan» hat zum Ziel, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu optimieren, die Eintragswege von Pflanzenschutzmitteln in die Gewässer zu eruieren und das Risiko sowie die Belastung durch solche Mittel in Gewässern zu reduzieren. Das schreibt der Kanton in einer Mitteilung.

Der Kanton Thurgau leistet mit diesem Ressourcenprojekt einen wichtigen Beitrag zu den Zielen des Aktionsplans zur Risikoreduktion und nachhaltiger Anwendung von Pflanzenschutzmitteln des Bundes. Das Projekt ist nebst dem Projekt «Pflopf» (Pflanzenschutzoptimierung mit Precision Framing) ein zweites, wesentliches umfangreicheres Ressourcenprojekt, das vom Kanton Thurgau lanciert wird.

Bund trägt die Hauptlast

Zur Finanzierung des Projekts beantragt der Regierungsrat beim Grossen Rat nun im Nachtragskreditverfahren einen Verpflichtungskredit von 7,75 Millionen Franken (brutto) beziehungsweise 1,7 Millionen Franken (netto) für die gesamte Projektdauer von acht Jahren. Damit soll die kantonale Finanzierung gesichert werden. Der Bund trägt rund 78 Prozent der Kosten, der Kostenanteil des Kantons beträgt demnach rund 1,7 Millionen Franken.

Die jährlichen Kosten für den Kanton variieren zwischen 50000 und 350000 Franken. Am Projekt beteiligen sich das Amt für Umwelt, das Landwirtschaftsamt, der Verband Thurgauer Landwirtschaft, der Thurgauer Obstproduzentenverband, die Gemüseproduzentenvereinigung der Kantone Thurgau und Schaffhausen, die Vereinigung Thurgauer Beerenpflanzer, Agroscope, das Wasserforschungsinstitut der ETH Zürich, das Ökotox-Zentrum sowie der Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute.

Den Pestiziden auf der Spur

Der Thurgau startet ein mehrjähriges Projekt, um die Ursache von Schadstoffrückständen in Gewässern zu erforschen. Der Bund ist involviert. Er bezahlt den grössten Teil der anfallenden 7,75 Millionen Franken.
Silvan Meile