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Thurgau liefert neue Daten

Die Dienststelle für Statistik sucht alle 80 Ämter nach Datensätzen ab, die für die öffentliche Nutzung geeignet sind.
Thomas Wunderlin
Der Kanton Thurgau will weitere Daten befreien. (Bild: PD)

Der Kanton Thurgau will weitere Daten befreien. (Bild: PD)

Als einer der ersten Kantone hat der Thurgau im Juli 2017 Verwaltungsdaten über ein Portal des Bundes veröffentlicht (opendata.swiss). Nun hat der Regierungsrat den Ausbau beschlossen. Alle 80 Ämter sollen Datensätze der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung stellen. Der Regierungsrat bezeichnet «Open-Government Data» (OGD) als «Bestandteil einer modernen Verwaltung».

Wie Basel-Stadt, Genf, Graubünden, Wallis, Zug und Zürich folgt der Thurgau der OGD-Strategie des Bundes. Unternehmen sollen datenbasierte Produkte und Dienstleistungen entwickeln können. Der Regierungsrat will mit OGD auch «die Transparenz der Verwaltung» fördern.

Gleichzeitig lehnt er das Öffentlichkeitsprinzip in der Verwaltung ab. Ein Zusammenhang bestehe nicht, sagt die Kantonsstatistikerin Ulrike Baldenweg. Tatsächlich würde es das Öffentlichkeitsprinzip einem Bürger erlauben, beispielsweise einen bestimmten Bericht einzusehen. Bei OGD geht es um Fundstellen von Neophyten, Abstimmungsresultate, Steuerfüsse oder ein Orthofoto (eine hochaufgelöste Luftaufnahme des Kantons). Diese Beispiele sind in der Pilotphase veröffentlicht worden. Daran beteiligt waren die Ämter für Geoinformation und Umwelt und die Dienststelle für Statistik.

Keine Doppelspurigkeiten mit dem Bund

Laut Baldenweg ist noch offen, welche weiteren Daten veröffentlicht werden. Auch fehlen noch gewisse gesetzliche Grundlagen dafür. Diese waren bei den bisher veröffentlichten Daten gegeben. Nicht aufgeschaltet werden Daten, die ohnehin vom Bund veröffentlicht werden, etwa die Kriminalstatistik. Ausgeschlossen sind persönliche Daten.

Die bisherigen Veröffentlichungen haben kaum professionelle Anwendung gefunden. Ein Laie kann damit wenig anfangen. «Man muss es sich erarbeiten», sagt die Kantonsstatistikerin. Sie weiss, dass das Orthofoto von Ingenieuren verwendet wird. Auf dem Thurgis-Portal können es auch Laien einsehen; via OGD-Portal findet man den zugrunde liegenden Datensatz für eine vertiefte Bearbeitung.
Andere als Geodaten sind einfacher in der Handhabung, da sie im CSV-Format zur Verfügung stehen. So ist es der «Thurgauer Zeitung» gelungen, die Resultate der kantonalen Abstimmungen 2004-2017 in einer Excel-Tabelle zu bearbeiten.

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