Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Thurgau: Das politische Klima wärmt das grüne Herz

Die Grünen wollen bei den Wahlen im Herbst schweizweit eine Handvoll Sitze zulegen. Regula Rytz, nationale Parteipräsidentin, ist überzeugt: Die Grünen haben auch in der Ostschweiz grosses Wählerpotenzial.
Sebastian Keller
Stehen für den grünen Aufschwung zusammen: Didi Feuerle, Simon Vogel, Regula Rytz, Kurt Egger, Sandra Reinhart. (Bild: Sebastian Keller)

Stehen für den grünen Aufschwung zusammen: Didi Feuerle, Simon Vogel, Regula Rytz, Kurt Egger, Sandra Reinhart. (Bild: Sebastian Keller)

Regula Rytz ist mit dem Zug gekommen. «Ich bin aber nicht so weit gereist wie Greta Thunberg», sagt die Präsidentin der Grünen Schweiz. Die Bernerin und die schwedische Klimaaktivistin eint aber eine Mission: den Klimawandel zu bremsen. Während Thunberg in Davos die Mächtigen der Welt ins Gebet nimmt, unterstützt Rytz die Thurgauer Grünen an einer Pressekonferenz in Frauenfeld.

Für die Wahlen im Herbst ist sie optimistisch: «Ich bin überzeugt, dass wir ein grosses Wählerpotenzial in der Ostschweiz haben.» Überall in der Schweiz standen die Wahlen jüngst auf grün: Bern, Thun, Zug – überall legte die Partei zu. Dann kam auch noch der Hitzesommer 2018.

«Jetzt muss etwas passieren»

«Die Leute sagen: Jetzt muss etwas passieren», so Rytz. Um in der Klimapolitik den Hebel herumzureissen, wollen die Grünen im Herbst um «vier bis fünf Sitze im Nationalrat zulegen». Der Wähleranteil soll von sieben auf neun Prozent steigen. «Wir hoffen, dass wir wieder auf eine Stimme aus dem Thurgau zählen dürfen», sagt Rytz. Peter Schmid war der letzte und bisher einzige grüne Nationalrat aus dem Thurgau: Er amtete von 1987 bis 1995.

Kurt Egger, Präsident der Grünen Thurgau, sagt, seine Partei trete im Herbst mit drei Listen an – auf jeder mit drei Frauen und drei Männern. Zuerst wollen die Grünen aber zu Hause zulegen: In den Stadtparlamenten will sie die Anzahl Sitze verdoppeln – von fünf auf zehn.

Öffentliche Hand muss Vorbild sein

«Klimapolitik ist auch Energiepolitik», sagt Sandra Reinhart. Die Präsidentin der Grünen Amriswil kandidiert für den Stadtrat. Sie erinnert daran, dass die Klimaszenarien beim Nichtstun verheerend seien: mehr trockne Sommer, mehr Hitzetage, längere Hitzeperioden.

Hoffnung setzen die Grünen auf das kantonale Gesetz über die Energienutzung, das derzeit in der Vernehmlassung ist. «Dieses befürworten wir grundsätzlich», sagt Reinhart. Die Grünen fordern allerdings, dass nicht nur der Kanton eine energetische Vorbildfunktion übernehmen muss, sondern auch die Gemeinden. Dabei denkt Reinhart etwa an Fotovoltaikanlagen auf Gemeindehäusern.

Gegen Steuerreform

Die Partei bekämpft die Steuerreform und AHV-Finanzierung, die –auch dank den Grünen – am 19. Mai zur Abstimmung kommt. «Wir möchten mit einem wuchtigen Nein ein Zeichen für mehr Steuergerechtigkeit setzen», sagt Didi Feuerle, Kantonsrat und Kandidat für den Arboner Stadtrat. Die Vorlage sei für den Thurgau schädlich: Feuerle spricht von Steuerausfällen für Kanton und Gemeinden in der Höhe von 32 Millionen Franken.

Der 10. Februar ist für die Jungen Grünen wichtig: Dann wird über ihre Zersiedelungsinitiative abgestimmt. «Im März wollen wir mindestens einen Sitz im Frauenfelder Gemeinderat holen», sagt Simon Vogel, Präsident der Jungpartei. Er spürt, dass der Klimawandel auch die hiesigen Jugendlichen bewegt. Greta Thunberg ist überall.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.