Thurgau beantragt dritten Kredit für Solaranlagen auf kantonseigenen Dächern

Fotovoltaikanlagen sollten heute eine Selbstverständlichkeit bei jedem kantonalen Bauprojekt sein, finden zwei Thurgauer GLP-Politiker. Der Kanton legt auf Anfrage seine Bemühungen diesbezüglich dar.

Larissa Flammer
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Auf dem Werkhof Sulgen betreibt der Kanton Thurgau seit vier Jahren eine grosse Fotovoltaikanlage.

Auf dem Werkhof Sulgen betreibt der Kanton Thurgau seit vier Jahren eine grosse Fotovoltaikanlage.

Bild: Reto Martin

Die beiden GLP-Kantonsräte Stefan Leuthold (Frauenfeld) und Ueli Fisch (Ottoberg) wollten vom Regierungsrat wissen, ob kantonale Dächer konsequent für Fotovoltaik-Anlagen genutzt werden. In ihrer Einfachen Anfrage schrieben sie:

«Im Zuge der Klimabewegung ist das Interesse der Bevölkerung an solchen Anlagen stark gestiegen.»

Im Jahr 2013 wurden im Rahmen einer Strategie die für die Solarstromproduktion in Frage kommenden Dachflächen im Eigentum des Kantons evaluiert, antwortet der Regierungsrat. 100’000 Quadratmeter auf 106 Dächern wurden als grundsätzlich geeignet eingestuft.

Bei jedem Neubau und jeder Dachsanierung soll Anlage gebaut werden

Der Grosse Rat bewilligte für die Jahre 2014 bis 2017 und 2018 bis 2021 je einen Kredit von zwei Millionen Franken für den etappenweisen Zubau von Fotovoltaik. Bis Ende 2019 hat das Hochbauamt 30 Anlagen auf den verschiedensten Dächern realisiert. Für den Zubau von weiteren Anlagen in den nächsten Jahren wird dem Grossen Rat mit dem Budget 2021 ein weiterer Kredit beantragt, schreibt der Regierungsrat.

Einige Dachflächen eignen sich nicht für die Produktion von Solarstrom. «Dies beispielsweise, weil sie schlecht ausgerichtet oder verschattet sind, eine ungenügende Statik aufweisen oder altersbedingt ungeeignet sind.» Ziel ist es gemäss der regierungsrätlichen Antwort aber, bei jedem Neubau und jeder Dachsanierung eine Solaranlage auf das jeweilige Dach zu bauen. Weiter heisst es:

«Wichtig ist dem Regierungsrat, dass der Kanton eine Vorbildfunktion wahrnimmt.»

Dazu gehöre auch, dass nur qualitativ hochstehende Produkte aus Europa verwendet werden.