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Thundorf sagt vier Gemeinderäten Adieu mit bewegenden Momenten

Die Gemeindeversammlung vom Montagabend stand ganz im Zeichen von Verabschiedungen mit teils emotionalen Reden. Nebst Gemeindepräsident Alois Hersche sagten drei weitere aus dem Gemeinderat Tschüss.
Samuel Koch
Gemeinsam verlassen 48 Jahre Erfahrung die Behörde: Gemeinderat Mathias Rickenbach, Gemeindepräsident Alois Hersche, Gemeinderätin Jovita Cavegn und Gemeinderat Markus Rüegg. (Bild: Samuel Koch)

Gemeinsam verlassen 48 Jahre Erfahrung die Behörde: Gemeinderat Mathias Rickenbach, Gemeindepräsident Alois Hersche, Gemeinderätin Jovita Cavegn und Gemeinderat Markus Rüegg. (Bild: Samuel Koch)

Die Anzahl Traktanden täuschte über die Rechnungsversammlung der Gemeinde Thundorf hinweg, die sich am Montagabend im Gemeindesaal vor allem zum Schluss zu einem emotionalen Anlass wandelte. «Die Traktandenliste ist zwar kurz, aber sie soll nichts über die Dauer der Versammlung aussagen», meinte Gemeindepräsident Alois Hersche zu Beginn der rund anderthalb Stunden dauernden Versammlung zu den 78 anwesenden Stimmberechtigten.

Eine Stange für eine Thundorfer Fahne

Alois Hersche, Gemeinderat 1995-2019. (Bild: Mareycke Frehner)

Alois Hersche, Gemeinderat 1995-2019. (Bild: Mareycke Frehner)

Mit Dani Kirchmeier übernahm der gewählte Nachfolger die Verabschiedung von Alois «Wisi» Hersche nach 24 Jahren im Gemeinderat – die letzten acht davon als Präsident. Kirchmeier sagte mit einem kleinen Schweizer Fähnchen in der Hand:

«‹Wisi› hat ausdrücklich eine kurze Rede gewünscht.»

Dani Kirchmeier, neugewählter Gemeindepräsident ab 1. Juni 2019. (Bild: Samuel Koch)

Dani Kirchmeier, neugewählter Gemeindepräsident ab 1. Juni 2019. (Bild: Samuel Koch)

«Auf seine lange Zeit im Gemeinderat zurückzublicken, würde ohnehin den Rahmen sprengen, darum sage ich Dir einfach nur Danke», sagte Kirchmeier, schüttelte Hersche die Hand und überreichte die Fahne als symbolisches Geschenk für eine Fahnenstange, die vom Wetziker dereinst mit einer Thundorfer Fahne geschmückt werden kann.

Während die Stimmberechtigten applaudierten, sprach Schulpräsident Markus Müggler spontane Dankesworte aus:

«Die Schulgemeinde dankt Dir für eine tolle Zusammenarbeit.»

Dann war es um die Contenance von Hersche geschehen, der sichtlich und hörbar mit den Tränen kämpfte. «Ich habe viel gesehen, viel erlebt, viel gelernt und bin stolz, Gemeinderat gewesen zu sein», sagte Hersche. Er wolle jedoch nicht überheblich wirken und betonte, dass eine solche Arbeit nur in einem gut funktionierenden Gemeinderat und mit einer tollen Verwaltung möglich sei.

Zwölf, acht und vier Jahre in der Behörde mitgewirkt

Hersche selbst verabschiedete die scheidenden Gemeinderäte Jovita Cavegn, Markus Rüegg und Mathias Rickenbach. Letzterer engagierte sich während zwölf Jahren als Gemeinderat für die Umwelt und öffentliche Gewässer. «Er hat mit Beharrlichkeit auf seine Ziele hingearbeitet», sagte Hersche und nannte etwa mit dem Weiher Dietlismühle unter Rickenbach erfolgreich umgesetzte Projekte.

Die Zeit von Markus Rüegg im Gemeinderat endet nach acht Jahren. «Er hat in der Bauverwaltung vieles durchgebracht, obwohl es oft viele unterschiedliche Meinungen gab», würdigte Hersche Rüeggs «unbürokratische Arbeit».

Minus wider Erwarten

Die Rechnung 2018 schliesst bei einem Gesamtaufwand von gut 4,25 Millionen Franken mit einem Minus von rund 275'000 Franken ab. Budgetiert war ein Plus von knapp 32'000 Franken. Der Verlust resultierte primär wegen Mindererträgen bei Einkommens- und Grundstückgewinnsteuern sowie dem kantonalen Finanzausgleich, wie Finanzverwalterin Cornelia Fäh sagte. Auch zeigte sie auf, was sich mit der Umstellung zum Rechnungslegungsmodell HRM2 buchhalterisch veränderte. «Trotz roter Zahlen steht es nicht so schlecht um unsere Gemeinde», meinte Fäh. Die Stimmberechtigten folgten dem Antrag des Gemeinderates und genehmigten die Rechnung klar. (sko)

Bereits nach einer Legislatur scheidet Jovita Cavegn aus dem Gemeinderat aus, die sich vermehrt um ihre Kinder kümmern will. Hersche meinte:

«Sie hat ihr Amt gelebt.»

Der Behörde geht also ein Erfahrungsschatz von 48 Jahren verloren. Im Gegensatz zu den Verabschiedungen erhielt ein Einwand einer Bewohnerin wenig Beachtung, wonach ein Teil des Protokolls der letztjährigen Versammlung nicht der Wahrheit entspreche. Das Protokoll wurde dennoch und ohne grosse Kommentare deutlich angenommen.

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