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Theo Lehmann steht quer zu den üblichen Sonntagsreden

Ein wortgewaltiger Mitgestalter des jugendbewegten Aufbruchs in der damaligen DDR gastierte kürzlich in Diessenhofen: Theo Lehmann.
Jugendpfarrer Theo Lehmann in der Stadtkirche Diessenhofen. (Bild: PD)

Jugendpfarrer Theo Lehmann in der Stadtkirche Diessenhofen. (Bild: PD)

(red) Seine Auftritte in der dreimal voll besetzten Stadtkirche lösten einen heilsamen Schrecken unter den Hörern aus, wie einer Medienmitteilung des evangelischen Pfarramts Diessenhofen zu entnehmen ist. Lehmanns Kernfrage lautete: Verlierst du den Himmel oder gewinnst du ihn? Lehmann befürchtet, dass Christen des 21. Jahrhunderts zu verweichlicht sind, um bevorstehende Prüfungen zu bestehen. Er spricht aus Erfahrung. Das DDR-Regime hat ihm damals in jeder erdenklichen Weise zu schaffen gemacht. Umso nachdrücklicher fordert er, dass die Fähigkeit wieder neu erlernt wird, unter Druck und Anfeindung im Glauben zu bestehen.

Der Theologe aus Ostdeutschland sucht nicht den friedvollen Ausgleich der Religionen. Was er sagt, steht quer zu üblichen Sonntagsreden im wohltemperierten Ton. In seiner wuchtigen Predigt behandelt er Johannes 6, 67. Dort fragt Jesus die Jünger: «Wollt ihr auch weggehen?» In dieser Frage steckt laut Lehmann ein Programm: Jesus weiss, was er will. Seine Forderungen ermässigt er nicht, obwohl seine Hörer bedenklich mit dem Kopf wackeln. Er kann es sich leisten, eigene Leute ziehen zu lassen, wenn sie nicht auf seine Vorgaben eingehen.

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