Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Textblätter dienten an der Aadorfer Bundesfeier als Fächer

Kantonsrätin Heidi Grau geizte an der 1.August-Feier in Aadorf nicht mit kritischen Gedanken, beifällig aufgenommen von rund 350 Festbesucherinnen und Festbesuchern.
Festrednerin Heidi Grau in Aadorf. (Bilder: Kurt Lichtensteiger)

Festrednerin Heidi Grau in Aadorf. (Bilder: Kurt Lichtensteiger)

«Wie viel Schweiz oder Nationalstolz steckt wirklich in uns?» Für die Beantwortung dieser Frage benutzte Heidi Grau, FDP-Kantonsrätin und Gemeindepräsidentin von Zihlschlacht-Sitterdorf, an der Aadorfer Bundesfeier das Bild eines imaginären Spiegels, dessen sich jeder selbst bedienen soll. Das Eigen- oder Fremdbild offenbare dabei, wie viel Swissness ans Tageslicht komme.

So etwa verdeutlicht beim WM-Auftritt der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft, die bekanntlich von den Schweden auf den Boden der Realität geholt wurde. Vorerst seien die Pfundskerle mit Lob überschüttet, dann aber von Kritik-Tiraden eingedeckt worden. Mitfiebern wolle sie aber weiterhin, denn dies tue allen gut. Wie Swissness und Heimatgefühle in den Ferien verbinden, aber ebenso schnell wieder verblassen, zeige sich jeweils, wenn der Alltag wieder einkehre.

Einkaufstourismus angeprangert

Heidi Grau rief zudem dazu auf, mehr Gelassenheit im Umgang mit Mitmenschen zu zeigen. Mit scharfen Worten prangerte die Festrednerin den Einkaufstourismus an, der zum Abfluss von Schweizer Franken ins Ausland führt. Da müsse man sich fragen, wo der Schweizer Nationalstolz bleibe, die heiss geliebte Swissness eingeschlossen.

Mit einem Appell an vermehrte Stimmbeteiligung bei Wahlen und Abstimmungen sowie unseren Nationalstolz, diesen mit Würde und ohne Arroganz zum Ausdruck zu bringen, schloss die ehemalige Grossratspräsidentin ihre Rede.

Aadorferinnen und Aadorfer singen die Nationalhymne.

Aadorferinnen und Aadorfer singen die Nationalhymne.

Bei gemessenen 35 Grad fanden sich auf dem Gemeindeplatz immerhin rund 350 Leute unter den Sonnenschirmen ein. Das aufliegende Blatt mit der Nationalhymne und dem Thurgauerlied wurde verschiedentlich als Fächer zweckentfremdet. Zum achten Mal organisierte der noch junge Einwohner-Verein Aadorf die 1.-August-Feier, wiederum in würdiger Form. (kli)

Die Musikgesellschaft Aadorf spielt unter der Leitung von Tina Egger.

Die Musikgesellschaft Aadorf spielt unter der Leitung von Tina Egger.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.