Telegene Ratschläge für einen Frauenfelder Beizer von Restauranttester Bumann

Der Frauenfelder Koch und Gastwirt Fabian Weh vom Restaurant Kostbar stellt sich dem Restauranttester Daniel Bumann. Kommenden Montag wird die Sendung ausgestrahlt.

David Grob
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Fabian Weh wirtet im «Kostbar» im Frauenfelder Osten. (Bild: David Grob)

Fabian Weh wirtet im «Kostbar» im Frauenfelder Osten. (Bild: David Grob)

Im Herbst sind es zwei Jahre, dass Fabian Weh als Geschäftsführer des Restaurants Kostbar im «Primestay Hotel» in Frauenfeld amtet. Zuvor war er bereits als Küchenchef tätig, als der Betrieb noch Hotel Domizil hiess. Die neuen Besitzer haben ihm das Amt als Geschäftsführer angeboten. Weh beschreibt seine Küche als grob gemischt, von regional bis international, welche die die Wünsche internationaler Geschäftsleute abdecken soll.

Nun sind der 31-jährige Weh und sein Team Teil der 3-Plus-Sendung «Bumann – der Restauranttester». Die Sendung wird kommenden Montag ausgestrahlt. Der Privatsender schreibt von einem «verzweifelten Hilferuf» aus der Kantonshauptstadt. Boulevardeske Übertreibung oder Realität? Küchenchef Fabian Weh gibt Auskunft zu den Dreharbeiten.

Warum haben Sie sich bei «Bumann – der Restauranttester» angemeldet?

Es war die Idee meines Buchhalters, der auch am Restaurant beteiligt war. Er meinte, dies sei eine gute Idee, um mehr Bekanntheit und Gäste zu erlangen.

Gibt es irgendwelche Probleme im Betrieb?

Ja klar, vor allem die Anfangszeit war schwierig, bis alles am Laufen war. Aber mittlerweile läuft alles rund. Vermutlich wird’s nun im Fernsehen etwas anders dargestellt… Aber klar, Tipps sind nie verkehrt, und wir werden sicher auch etwas bekannter in der Region.

Wie waren die Dreharbeiten?

Es ist ganz klar eine Fernsehsendung. Du steckst mitten in der Arbeit und – zack! – plötzlich bist du von einem Kamera-Team umgeben, das dich filmt. Es kam sehr plötzlich. Wir wussten nicht, wann das Team kommt und mit den Dreharbeiten beginnt.

Das wird Ihnen nicht mitgeteilt?

Man bekommt nur ungefähre Angaben, dass in den nächsten zwei Monaten gedreht werde. Und dann steht das Filmt-Team plötzlich da und filmt dich in deinem Arbeitsalltag. Das ist schon sehr speziell.

Wie lange dauerten die Dreharbeiten?

Hier im Restaurant war das Fernsehteam drei Tage. Einen Tag haben sie in Zürich bei meinem Buchhalter gefilmt und einen weiteren Tag bei meinem Vermieter. Und schliesslich ist das Team etwas später noch für einen weiteren Tag gekommen, um die weitere Entwicklung bei uns im Restaurant zu dokumentieren.

Was ist Bumann für ein Typ?

Nun, er ist schon so, wie man ihn aus dem Fernsehen kennt. Aber es wird auch schnell klar, dass eine Sendung gedreht wird. Deshalb kann ich über die Privatperson Bumann nicht viel sagen.

Merkt man einen Unterschied, ob die Kamera läuft oder nicht?

Das denke ich schon, ja. Auf jeden Fall.

Haben Sie die Sendung schon gesehen?

Nein, ich werde sie dann am Montag im Fernsehen zum ersten Mal sehen. Aber ich habe ein Gefühl, worauf es hinauslaufen wird.

Und worauf wird es hinauslaufen?

Das darf ich wohl noch nicht sagen. Ich war nicht ganz zufrieden während der Dreharbeiten, aber ich hoffe, dass die fertige Sendung dann gut wird. Aber es ist letztlich meine Verantwortung, dass ich mitgemacht habe. Ich habe den Vertrag unterschrieben.

Waren die Tipps von Bumann hilfreich?

Mein Wunsch war es eigentlich, dass unser Abendgeschäft angekurbelt wird. Denn unser Mittagsgeschäft läuft, es ist meistens voll. Ich hätte mir deshalb vor allem für unser Abendgeschäft Tipps gewünscht. Aber darauf wurde nicht eingegangen. Bumann war auch nur mittags da und nie am Abend. So gab es leider keine Tipps zum Abendgeschäft. Aber klar, als Aussenstehender sind ihm natürlich einige Sachen aufgefallen. Gewisse allgemeine Tipps waren deshalb schon brauchbar, auch wenn kein weltbewegender Tipp dabei waren. Zum Beispiel haben wir die Pflege der Umgebung etwas vernachlässigt. Auch die Zusammenarbeit mit dem Hotel wurde angesprochen.

Haben Sie seit Bumanns Besuch etwas grundlegend verändert?

Ja, ich habe zwei weitere Arbeitskräfte eingestellt. Eine weitere Servicekraft und eine Hilfe in der Küche. Pech war, dass bei den Dreharbeiten eine Person krank war. Dadurch wurde die Situation chaotisch. Man kann also sagen, dass mir durch die Dreharbeiten bewusster wurde, dass wir zu eng besetzt waren. Insofern habe ich wegen den Dreharbeiten etwas verändert.

Glosse

Füdlitätsch für Hörhauser Pizzaiolo

In seiner elften Staffel reiste Restauranttester Daniel Bumann in den Thurgau zu Emiliano, der in Hörhausen ein Ristorante führt. Sämtliche Tipps und Tricks des Spitzenkochs brachten nichts, weshalb er kurzerhand zu härteren Mitteln griff.
Samuel Koch

FISCHINGEN: Bumann eilt zu Hilfe

Der Restauranttester ist auf Rettungsmission im Tannzapfenland. Mit seiner Unterstützung soll das Gasthaus Sternen wieder in neuem Glanz erstrahlen.
Sandra Grünenfelder