Telefonie
T-Mobile modernisiert Mobilfunkantenne in Mammern – 5G gibt's aber nicht

Die Swisscom Broadcast hat für den deutschen Mobilfunkanbieter T-Mobile ein Baugesuch eingereicht. Der Antennenstandort in Mammern soll modernisiert werden. 5G ist aber nicht geplant.

Janine Bollhalder
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Der deutsche Mobilfunkanbieter T-Mobile will eine Antenne in Mammern modernisieren.

Der deutsche Mobilfunkanbieter T-Mobile will eine Antenne in Mammern modernisieren.

Bild: Keystone / Christian Beutler

Die bestehende Mobilfunkanlage bei der Seehalde ob Mammern soll modernisiert werden. Die Anlage gehört der Swisscom, wird aber von der deutschen T-Mobile umgebaut. «Der Mast liegt topografisch optimal, um das Versorgungsziel der Telekom in Deutschland zu erreichen», sagt Lea Borgers von Deutsche Funkturm GmbH.

Das Baugesuch, das bis Mitte Oktober auflag, wurde nicht vom deutschen Mobilfunkunternehmen eingereicht, sondern von Swisscom Broadcast. Einem Unternehmen, das Rundfunk-, Sicherheits- und Betriebsfunknetze baut, betreibt und wartet. Ausserdem stellt Swisscom Broadcast ihre Standorte anderen Telekomdienstbetreibern zur Verfügung, wie nun eben der T-Mobile.

Gegenseitig Mobilfunkantennen nutzen

Das deutsche Mobilfunkunternehmen hat an fünf Standorten entlang des Boden- und Untersees sowie des Rheins Antennen angebracht. «Auf diese Weise kann das deutsche Netz verdichtet werden», erklärt Borgers. Das werde auch umgekehrt so gemacht: Schweizer Mobilfunkbetreiber nutzen Standorte in Deutschland mit, um das Mobilfunknetz hierzulande zu ergänzen. Allerdings bringt der Mobilfunkmast ob Mammern den Schweizer Nutzern erstmals nichts. Allerdings können sie durch zusätzliche Roaming-Optionen gebührenpflichtig den Dienst der Telekom empfangen.

Sobald die Genehmigung für das Bauvorhaben vorliegt, beginnen die Arbeiten. Gemäss Sabrina Hubacher, Mediensprecherin bei Swisscom, wird das voraussichtlich im Frühling des kommenden Jahres sein. «Am Standort in Mammern ist kein 5G-Netz geplant», sagt sie. Wie lange es dauern wird, die Antennen der Telekom anzubringen, kann Borgers von der Deutschen Funkturm GmbH nicht sagen.

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