Tecum-Leiter kandidiert als Kirchenpräsident in Warth-Weiningen

Anna Nobs tritt als Kirchenpräsidentin von Evangelisch Warth-Weiningen zurück. Sie wollte eigentlich nur ein Jahr amten, geworden sind es sechs. Als Nachfolger steht nun Thomas Bachofner bereit.

Evi Biedermann
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Kandidat Thomas Bachofner vor dem Tor mit dem Heiligen Bruno bei der Kartause Ittingen.

Kandidat Thomas Bachofner vor dem Tor mit dem Heiligen Bruno bei der Kartause Ittingen.

(Bild: Evi Biedermann)

«Höchstens für ein Jahr» bekräftigte Anna Nobs vor sechs Jahren an der Kirchgemeindeversammlung. Weil damals nach dem Rücktritt des langjährigen Präsidenten kein Nachfolger gefunden werden konnte, sprang sie in die Bresche. Viel anderes blieb ihr als Vizepräsidentin nicht übrig, denn tritt ein solcher Fall ein, fällt nach den landeskirchlichen Regelungen die Leitung der Kirchenvorsteherschaft in den Verantwortungsbereich des Vizepräsidiums. Nach zwei Jahren beendete Nobs den provisorischen Zustand und liess sich an den Erneuerungswahlen 2016 definitiv wählen.

«Ich wollte, dass unsere Kirchgemeinde offiziell eine Präsidentin hat», sagt sie. Im Hintergrund aber ging die Suche über all die Jahre weiter und führte nun zum Erfolg: Thomas Bachofner kandidiert für das Präsidium der Evangelischen Kirchgemeinde Warth-Weiningen. «Ich freue mich sehr», sagt Anna Nobs. Nun könne sie ihr Amt mit guten Gefühlen ab- und weitergeben.

Thomas Bachofner wohnt mit seiner Familie seit 2010 in Warth und leitet in der Kartause Ittingen das Zentrum für Spiritualität, Bildung und Gemeindebau «Tecum». Zu seiner Kandidatur sagt der 55-jährige Theologe:

«Mir ist es ein Anliegen, dass die Kirchgemeinde ein spiritueller Lebensraum für verschiedene Generationen ist und dass wir als kleine Gemeinde innovative Schritte einleiten, um jüngere Menschen und Familien anzusprechen.»

Zwei weitere neue Mitglieder in der Behörde

Nebst Bachofner stellen sich am 17. März zwei weitere Personen neu zur Wahl in die Kirchenvorsteherschaft. Beide wohnen seit 31 Jahren in der Gemeinde. Susanne Zünd ist langjährige Primarlehrerin und Judith Berliat leitet diverse Kurse beim Turnverein. Sie wagt den Schritt in die Kirchenbehörde, weil ihr Gott und die Kirche nicht egal sind. «Ich finde Zeit und Kraft, bei der Weiterentwicklung der Kirchgemeinde mit zu arbeiten», sagt sie. Susanne Zünd war bereits einmal Protokollführerin bei der Kirchgemeinde und möchte das Amt nun erneut übernehmen.

Wieder zur Wahl stellen sich die Pflegerin Heidi Sauder und Kurt Aeschbacher. Nicht mehr antreten wird Ursula Vollmer. Weitere Traktanden der Versammlung im März sind die Rechnung 2019 (mit Verlust von 40000 Franken), Budget 2020 und Steuerfuss, das Reglement zum Fonds für diakonische Aufgaben sowie ein behördlicher Antrag. Zum Auftakt spielen der Warther Samuel Aeschbacher und Florian Iseli mit ihren Hackbrettern. Die jungen Musiker des «Duo Sarian» sind Sieger des kleinen Prix Walo 2019.

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