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Tagung in der Kartause Ittingen: Im Zeichen unheilbar kranker Mitmenschen

Rund 250 Fachpersonen haben am Samstag an einer interdisziplinären Fachtagung in der Kartause Ittingen einen ganzen Tag lang über Palliative Care und Dementia Care diskutiert. Unter dem Motto von «gemeinsam unterwegs», wurde informiert, ausgetauscht und Beziehungen geknüpft.
Christoph Heer
Christine Luginbühl und Chefarzt Roland Kunz referieren an der interdisziplinären Fachtagung in der Kartause Ittingen. (Bild: Christoph Heer)

Christine Luginbühl und Chefarzt Roland Kunz referieren an der interdisziplinären Fachtagung in der Kartause Ittingen. (Bild: Christoph Heer)

Dem Organisationskomitee mit Ärztin Christine Luginbühl an der Spitze gelang es auch für diese dritte Durchführung der Tagung, Referenten zu gewinnen, die Experten auf dem Gebiet unheilbarer Krankheiten, Sorgekultur oder Diakonie sind. Schon das erste Referat zum Thema «Palliative Care und Dementia Care – Gemeinsamkeiten und Besonderheiten» von Roland Kunz, Chefarzt der universitären Klinik für Akutgeriatrie und des Zentrums für Palliative Care beim Stadtspital Waid in Zürich, überzeugte mit massvoll gehaltenem Zahleninhalt.

Eine erste Frage konnte jedoch nicht geklärt werden. Zu unterschiedlich sind die Auffassungen zu einer demenziellen Entwicklung eines Patienten. «Stirbt man an einer Demenz, oder stirbt man mit einer Demenz? Kaum verwunderlich, dass sich diese Frage mit einer Konsultativabstimmung nicht beantworten lässt.»

In naher Zukunft muss noch viel mehr getan werden

Roland Kunz ist sich bewusst, dass es keine Schubladisierung im Bereich der Demenzerkrankung, geschweige denn in der palliativen Pflege gibt. «Das Konzept der Palliative Care richtet sich an Menschen mit unheilbaren Krankheiten und hat das Ziel, ihr Leiden zu lindern, Lebensqualität zu erhalten sowie Patient und auch Angehörige umfassend zu begleiten», führte der Referent aus. In der Vereinigung von Palliative Care und Dementia Care liege der Schlüssel für eine bestmögliche Versorgung demenzkranker Menschen.

Der Chefarzt betonte weiter, dass in naher Zukunft noch viel mehr in diese Richtung getan werden muss. So hoffte er, dass die 250 Teilnehmer möglichst viel Wissen mit in ihr berufliches, aber auch privates Umfeld mitnehmen.

Die Qual der Wahl bei den Workshops

Die Tagung war aufgeteilt in Referate und Workshops. Für die Teilnehmer war es nicht einfach zu entscheiden, sie hatten die Qual der Wahl: 13 unterschiedlichste Themen wurden aufgegriffen, Institutionen vorgestellt, Fallbeispiele aus der Praxis besprochen und Gruppenarbeiten lanciert.

Psychiatrie, Hospizdienst, Demenz Beratungsstellen, Trauerbegleitung oder Humor in der Pflege; offensichtlich nimmt der Kanton Thurgau eine Vorreiterrolle ein. Rita Fry, Ressortleiterin Alter, Pflege und Betreuung beim Amt für Gesundheit des Kantons Thurgau, betonte, dass man im Kanton gemeinsam vorwärtsgehen wird.

«Es sind im Thurgau und im Bereich der palliativen Pflege unzählig viele Personen und Institutionen engagiert und vorwärts gerichtet unterwegs. Der Kanton ist dabei nur ein Teil des Ganzen und damit wir das Thema regional noch weiter verankern können, soll ein Netzwerk gebildet werden. Allen, die in irgendeiner Weise mithelfen, gehört aber auch einmal unser Dank ausgesprochen; gut, dass es euch gibt.»

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