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Bundesrat degradiert Tänikon
+++ 50 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben

In Zukunft will der Bund im thurgauischen Tänikon eine dezentrale Versuchsstation betreiben. Es sollen aber rund 50 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Walter Schönholzer wertet den Entscheid als Teilerfolg.
Sebastian Keller, Silvan Meile
Besucher während eines Rundgang im Rahmen der Eröffnung der Swiss Future Farm in Tänikon. Eine Forscherin von Agroscope präsentiert aktuelle Forschungsprojekte zum Weidemanagement.(Bild: Andrea Stalder, 20. September 2018)

Besucher während eines Rundgang im Rahmen der Eröffnung der Swiss Future Farm in Tänikon. Eine Forscherin von Agroscope präsentiert aktuelle Forschungsprojekte zum Weidemanagement.(Bild: Andrea Stalder, 20. September 2018)

Der Bundesrat gab am Freitag bekannt, wie die landwirtschaftlichen Forschung künftig organisiert sein soll: Agroscope soll aus einem zentralen Forschungscampus in Posieux (FR), je einem regionalen Forschungszentrum in Changins (VD) und Reckenholz (ZH) sowie aus dezentralen Versuchsstationen bestehen. Tänikon soll in eine Versuchsstation umgewandelt werden.

Wie dem gestern veröffentlichten Bericht des Bundesrates zu entnehmen ist, soll die bereits erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Kanton Thurgau auf der Swiss Future Farm im Bereich Digitalisierung weiter gestärkt werden. «Vertieft geprüft wird auch eine Intensivierung der Zusammenarbeit im Bereich Stickstoffemissionen», ist dem Bericht weiter zu entnehmen. Nach der Reorganisation sollen noch rund 50 Arbeitsplätze in Tänikon sein, heute sind es rund 85. Einige sollen in den Kanton Zürich verlegt werden.

Schönholzer: «Politisch wachsam bleiben»

Der Thurgauer Landwirtschaftsminister Walter Schönholzer, der für den Erhalt von Tänikon gekämpft hat, sagt: «Ich nehme den Erhalt von rund 50 Arbeitsplätzen zur Kenntnis. Wir werden uns dafür einsetzen, dass durch das Engagement des Kantons und der Swiss Future Farm in zehn Jahren mehr als die genannten 50 Arbeitsplätze in Tänikon sein werden.» Den Bundesratsentscheid wertet er Teilerfolg. «Es gibt keine Zentralisierung in Posieux. Tänikon bleibt dezentrale Versuchsstation.»

Zudem anerkenne der Bund die Chancen der weiteren Zusammenarbeit mit der Swiss Future Farm (SFF) und damit den zukunftsträchtigen Forschungsschwerpunkt Digitalisierung in Tänikon. Nun gelte es, das Detailkonzept «sehr eng zu verfolgen». «Wir müssen politisch wachsam bleiben.» Er verweist auch darauf, dass das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung mit dem Rücktritt von Johann Schneider-Ammann in neue Hände kommt. «Es ist ganz wichtig, dass wir dran bleiben und uns nicht in falscher Sicherheit wiegen.»

Der Diskussion im Parlament vorgegriffen

SVP-Nationalrat Markus Hausammann ist überrascht, dass bereits Standorte genannt wurden. Denn: Im Parlament sind zwei Motionen der nationalrätlichen Finanzkommission, die er präsidiert, traktandiert. «Ich finde es etwas befremdend, dass man mit dem Standortentscheid dieser Diskussion vorgreift.» Für den Standort Tänikon sei die neue Ausgangslage kritisch. Er sollen zwar 50 Arbeitsplätze erhalten bleiben.

«Doch der Kanton und die Branche müssen sich künftig verstärkt engagieren, um den Standort Tänikon zu erhalten.» Froh ist er vorerst darüber, dass der Bundesrat von der Zentralisierung Abstand genommen hat. CVP-Ständerätin Brigitte Häberli zeigt sich in einer ersten Reaktion «konsterniert und enttäuscht». Die vom Bundesrat kommunizierten Pläne müsse sie genau analysieren. Sicher ist: Das letzte Wort se noch nicht gesprochen sei. «Wir Parlamentarier bleiben dran», sagt sie.

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