Tackern mit dem Künstler bei der Eröffnung der Frauenfelder Bildschule

Tun statt zuschauen: Viel auszuprobieren gab’s für die Kinder an der Eröffnung der Bildschule Frauenfeld. Und Künstler Fredi Bissegger half beim Dachlattenturm.

Dieter Langhart
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Das Dachlatten-Mikado vor der Bildschule wächst. (Bild: Dieter Langhart)

Das Dachlatten-Mikado vor der Bildschule wächst. (Bild: Dieter Langhart)

Tack-tack-tack macht Fredi Bisseggers Bostitch-Maschine, grün-rot-gelb leuchten die Dachlatten. Jedes Kind hält seine bereit, bis es dran ist, staunt, wie rasch der Turm wächst: nach oben, links, querdurch. Tack-tack-tack.

Strahlende Kindergesichter an einem strahlenden Sommertag. Und doch wirken manche noch schüchtern: Was erwartet mich hier in der Bildschule? Silvia Peters zeigt ihnen alles, erklärt ihnen alles. Sie leitet die neue Bildschule Frauenfeld, die Kinder im kreativen Gestalten bildet, wie es die Musikschulen im musischen Bereich längst tun. «Wir sind kein Bastelkurs», sagt Silvia Peters, «wir bauen auf und führen Tage- und Skizzenbuch.» Am Semesterende wird es mit den Eltern angeschaut.

In den Schulräumen unterm Dach des P+R-Gebäudes hat Silvia Peters den Kindern die Lehrer bereits vorgestellt: den Maler Fredi Bissegger, die Papierkünstlerin Sarah Gasser, die Keramikerin Kathrin Ritzi, den Fotografen Gunnar Remane (der mit einer Lochkamera den Tag dokumentiert), Cornelia Schedler vom nahen Kunstdruckatelier, ihre Tochter Judith Peters, die zeichnet und malt. Aber jetzt dürfen die Kinder die Hand ihrer Mutter loslassen und selber Hand anlegen: Lehm kneten oder einen Comic entwerfen, ganz konzentriert.

Bildschule Frauenfeld: Begeisterung für die Fantasie

Eigentlich könnte es losgehen. Die Kurse stehen. Die Lehrpersonen sind angestellt. Aber bis die Bildschule mit ihrem ersten Semesterprogramm für Kinder und Jugendliche startet, dauert es noch knapp zwei Monate.
Mathias Frei

BILDUNG: Mehr als eine kreative Idee

Was Basel, Zug und Bern, St. Gallen und Aarau haben, hat bald auch Frauenfeld: eine Bildschule. Sie ergänzt mit künstlerischer Bildung die Jugendmusikschulen. Ein Verein treibt das Projekt nun voran.
Dieter Langhart