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Style am Open Air Frauenfeld: Mit Megafon, Plastik und Zöpfen

Die Open-Air-Besucher beweisen trotz Regen und Schlamm Stilsicherheit. Ob ausgefallen, cool oder angepasst – die Auffassung darüber, was gut aussieht, könnte unterschiedlicher nicht sein.
Viola Stäheli, Aylin Erol
Das passende Outfit gehört am «Frauenfelder» einfach dazu. (Bilder: Andrea Stalder)

Das passende Outfit gehört am «Frauenfelder» einfach dazu. (Bilder: Andrea Stalder)

Nackte Oberkörper, knappe Bikini-Tops, noch knappere Hosen und weisse Turnschuhe – diesen Look ist man sich vom zumeist von der Sonne geküssten Open Air Frauenfeld gewohnt. Doch dieses Jahr droht der Regen den Stilsicheren einen Strich durch die Rechnung zu machen, wie die 19-jährigen Melina Issler, Luisa Biester und Meret Kirchner aus Grenzach finden. «Gummistiefel wären eigentlich nötig, aber sie sehen einfach schrecklich aus. Das passt überhaupt nicht zum restlichen Outfit», erklärt Luisa Biester. Deshalb tragen sie trotz Schlamm konsequent ihre weissen Turnschuhe zu den obligatorischen geflochtenen Haaren und Hochwasserhosen.

Nackte Haut, Masken, Caps und Flechtfrisuren

Style kommt am «Frauenfelder» also trotz ungünstiger Wetterbedingungen nicht zu kurz, obwohl sich gutes – oder besser aussergewöhnliches – Aussehen und praktische Kleidung nicht unbedingt widersprechen müssen, wie die Oberriederinnen Sofia Fojo Engler (18), Jana Lukacova (18) und Kirah Peiker (17) beweisen. Sie stechen mit ihren wild kombinierten Mustern, Farben, Formen und Accessoires zwischen nackter Haut, Masken, Caps und Flechtfrisuren der fast schon homogenen Menge nicht nur wegen des Megafons heraus. «Ich bin immer freaky angezogen, nicht nur am Open Air. Meine Kleider sind vor allem praktisch, bequem und dürfen gerne dreckig werden», erklärt Jana Lukacova. Ob die neuen Turnschuhe da wirklich das richtige Schuhwerk sind, darüber lässt sich streiten, die Truppe ist sich jedoch einig; man soll anziehen, worin man sich wohl fühlt. «Hauptsache jeder hat Spass!», sagt Sofia Fojo Engler.

Wie wichtig Spass und Style am Open Air sind, zeigen Sofia Fojo Engler, Jana Lukacova und Kirah Peiker.

Wie wichtig Spass und Style am Open Air sind, zeigen Sofia Fojo Engler, Jana Lukacova und Kirah Peiker.

Diesem Motto kommen auch die Schwestern Justine und Lucie Meier nach. Die Lausannerinnen schwärmen von den Leuten, dem Essen, der Atmosphäre und natürlich von ihren Frisuren: Beide haben sich zwei Zöpfe flechten lassen, einmal in weiss und einmal in blau. Sie waren an einem Marktstand vor dem Festgelände, an welchem die Frisuren der beiden Frauen in weniger als 20 Minuten geflochten waren. «Es sieht gut aus und ist mega praktisch», meinen die Schwestern. Aber nicht nur ihre Haare stimmen, die 16 und 20 Jährigen haben sich auch die Augen sorgfältig geschminkt. «Heute morgen sind wir in die Stadt gefahren. Dort haben wir unsere Handys aufgeladen und uns in dieser Zeit geschminkt», erklärt Justine Meier. Sie ist bereits zum dritten Mal am Festival und hat dieses Jahr zum ersten Mal ihre Schwester mitgenommen.

Justine und Lucie Meier finden ihre zwei Zöpfe cool und praktisch.

Justine und Lucie Meier finden ihre zwei Zöpfe cool und praktisch.

Gut verpackte Sneakers statt uncoole Gummistiefel

Ein Cap mit dem Logo der Rockband AC/DC fällt am Hip Hop Festival auf. Jamal Ashanti aus Düsseldorf lacht, als er darauf angesprochen wird. «Ich finde das Logo einfach cool», sagt er. Es lasse sich zu allem kombinieren und sehe gut aus. Mit Rock kann er aber eigentlich nicht viel anfangen. Ashanti achtet auf seinen Stil – nicht nur beim Cap. Er trägt einen Regenponcho und Plastiktüten von Snipes über seinen Sneakers, damit diese keinen Schlamm abbekommen. Aber warum verzichtet er auf Gummistiefel? «Ich bin das dritte Mal an diesem Festival, und es hat nie geregnet. Ich habe gar nicht daran gedacht, dass es so schlammig werden könnte», muss er zugeben. Praktischer Nebeneffekt: Stylische Turnschuhe kommen zur Geltung und auf uncoole Gummistiefel kann verzichtet werden.

Jamal Ashanti und Azeem Shahin haben nicht mit Schlamm gerechnet.

Jamal Ashanti und Azeem Shahin haben nicht mit Schlamm gerechnet.

So setzt auch Ashantis Freund Azeem Shahin auf die Plastikverpackung. Dazu trägt er zwar kein AC/DC-Cap, dafür aber gleich zwei Brillen. «Die abgedunkelte Brille brauche ich, bis es dunkel wird, danach wechsle ich», sagt er. Manchmal zählt eben nicht nur Style, sondern auch Komfort. Dennoch sind sich die zwei Männer einig: Aussehen ist am Open Air wichtig! Und damit sprechen sie die Meinung vieler Festivalbesucher aus. Nur bei der Frage, was denn nun gut aussieht, scheiden sich die Geister.

(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
Bausa (Bild: Andrea Stalder)
Bausa (Bild: Andrea Stalder)
Bausa (Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
Bausa (Bild: Andrea Stalder)
Bausa (Bild: Andrea Stalder)
Bausa (Bild: Andrea Stalder)
Bausa (Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Reto Martin)
Playboi Carti (Bild: Reto Martin)
Playboi Carti (Bild: Reto Martin)
Playboi Carti (Bild: Reto Martin)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
Coely (Bild: Reto Martin)
Coely (Bild: Reto Martin)
Coely (Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)
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(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)
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(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)
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Der Freitag am Open Air Frauenfeld

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