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Stürme und Käfer schaden dem Steckborner Wald

Im Gegensatz zu früher rentiert der Wald wirtschaftlich heute kaum noch. Man sei froh, wenn man eine schwarze Null erziele, hiess es am Waldumgang des Forstreviers Feldbach in Steckborn.
Salome Preiswerk-Guhl
Kreisforstingenieur Ueli Ulmer spricht über die Baumartenvielfalt im Forstrevier Feldbach. (Bild: Salome Preiswerk-Guhl)

Kreisforstingenieur Ueli Ulmer spricht über die Baumartenvielfalt im Forstrevier Feldbach. (Bild: Salome Preiswerk-Guhl)

Im Thurgau gibt es 22 Forstreviere, die in drei Forstkreise aufgeteilt sind. Der Kanton besitzt rund 1400 Hektare Wald, den sogenannten Staatswald. Er gelangte ursprünglich bei der Aufhebung der Klöster an den Kanton. 106 Hektare des Staatswaldes sind auf drei Teilflächen im Forstrevier Feldbach verteilt, welches gesamthaft 972 Hektare umfasst.

Mathias Rickenbach, stellvertretender Leiter des Forstamts, erklärte bei der Pflanzgartenhütte im Haidenwald bei Salen-Reutenen, wie der Staatswald aufgestellt und organisiert ist. Rickenbach berichtete, dass vor rund 30 Jahren der Staatswald rund eine Million Franken pro Jahr in die Staatskasse spülte. Heute seien alle froh, wenn eine schwarze Null erzielt werden kann. Rickenbach: «Die Wirtschaftlichkeit ist eine grosse Herausforderung, gerade jetzt mit all dem Sturm- und Käferholz.»

«Er kennt den Wald wie seine eigene Hosentasche»

Bei den Forstbetrieben Kalchrain und Dussnang sind sechs Forstwarte, vier bis sechs Lernende sowie ein Waldarbeiter angestellt. «Einer, der den Staatswald Feldbach wie seine eigene Hosentasche kennt, ist unser Waldarbeiter Ueli Holenweger. Er kann auf 40 Jahre Erfahrung zurückblicken», sagte Rickenbach. Ueli Holenweger, selbst unter den rund 50 Anwesenden des Waldumgangs des Forstreviers Feldbach, nahm die Gratulation dankend entgegen: «In diesen 40 Jahren hat sich einiges verändert. Zum Beispiel wurde früher alles Industrieholz im Wald geschält und in Meter-Rugel zersägt. Heute ist das Standardmass fünf Meter ungeschält.» Wurde früher das Holz noch vorwiegend mit der Seilwinde aus dem Wald geschleppt, erledigt dies heute effizient ein PS-starker Forwarder.

30 verschiedene Baumarten im gesamten Revier

Die Bestände im Forstrevier Feldbach werden stufig bewirtschaftet, das heisst jung und alt, dick und dünn, im Turnus von zirka sieben Jahren. Ueli Ulmer, Kreisforstingenieur, informierte über die Baumartenvielfalt und zeigte auf dem Rundgang eine der seltenen Elsbeere. Gerade mal drei Exemplare mit über 16 Zentimeter Umfang sind im Staatswald davon registriert. Im ganzen Revier sind rund 30 verschiedene Baumarten bekannt.

«98 Prozent respektive 15000 Kubikmeter des Sturmholzes sind geschlagen», sagte Revierförster Christof Heimgartner. Dazu kamen noch 1000 Kubikmeter vom Borkenkäfer befallenes Holz. Das Thema Borkenkäfer sei jedoch noch nicht abgeschlossen. Heimgartner appellierte darum nochmals an die Waldbesitzer, mit offenen Augen durch den Wald zu gehen.

Neuer Präsident

Auf die nächste Jahresversammlung vom 5. April 2019 gibt Dominic Engeler das Präsidium der Forstrevierkörperschaft Feldbach ab. Pius Büsser, Privatwaldbesitzer aus Reckenwil, stellt sich für dieses Amt zur Verfügung. (sp)

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