Strompreis in Steckborn schlägt auf

2019 kostet der Strom in Steckborn bis zu 15 Prozent mehr. Die Stadt macht dafür die erhöhten Beschaffungskosten verantwortlich. 

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Ein Blick auf die Altstadt von Steckborn. (Bild: Olaf Kühne)

Ein Blick auf die Altstadt von Steckborn. (Bild: Olaf Kühne)

Aufgrund der erhöhten Beschaffungskosten steigen die Strompreise in Steckborn für das Jahr 2019 an. «Für die privaten Haushaltungen als grösste Bezügergruppe resultiert eine Tarifanpassung von plus 15 Prozent», teilt die Stadtverwaltung mit. Bei Industrie und Gewerbe hingegen liege die Zunahme zwischen neun bis elf Prozent.

Die steigenden Strompreise seien nach einer Phase der Stagnation auf sehr tiefem Niveau zu beobachten gewesen. Gemäss den Analysten sei zudem davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren fortsetzen wird. Der Strompreis setzt sich aus drei unabhängigen Bereichen zusammen, dem Energiepreis, der Netznutzung und den gesetzlichen Abgaben. «Die von der EKT Energie AG bezogene elektrische Energie von durchschnittlich jährlich 14300 Megawattstunden besteht seit einigen Jahren aus 100 Prozent zertifizierter Wasserkraft Schweiz», schreibt die Stadtverwaltung weiter.

Die detaillierten Angaben zu den Elektrizitätspreisen 2019 sind auf der Homepage der Gemeinde, www.steckborn.ch, unter Verwaltung / Werkbetriebe zugänglich. (red)

«Es helfen nur Anreize, um im Thurgau erneuerbare Energien zu fördern»

Der Leiter des kantonalen Kompetenzzentrums für Energie Andrea Paoli in Frauenfeld erklärt, warum Windkraftprojekte momentan stagnieren. Er schätzt den Stand der erneuerbaren Energie im Kanton ein und blickt in die Zukunft der Energieversorgung. Strom aus erneuerbaren Quellen könnte dereinst den ganzen Kanton versorgen.
David Grob