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Der Gemeinnützige Frauenverein Steckborn strickt, was das Zeug hält

Die Strick-Trickerinnen des Gemeinnützigen Frauenvereins haben im Auftrag der Terz-Stiftung Hunderte Mützen und Stirnbänder mit reflektierender Wolle gefertigt.
Margrith Pfister-Kübler
Die Strick-Trick-Frauen zeigen ihre Werke: Irene Leuthold, Irmgard Sonnberger, Rosa Gianola, Gruppenleiterin Cordelia Donatsch, Margrit Gemperle und Frieda Egli. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Die Strick-Trick-Frauen zeigen ihre Werke: Irene Leuthold, Irmgard Sonnberger, Rosa Gianola, Gruppenleiterin Cordelia Donatsch, Margrit Gemperle und Frieda Egli. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

«Bringen Sie Kinder zum Leuchten!» Diesem Aufruf der Berlinger Terz-Stiftung für eine generationenübergreifende Aktion folgte auch die Strick-Trick-Gruppe des Gemeinnützigen Frauenverein Steckborn schon zur heissen Sommerszeit. Stricken für die Sicherheit, Mützen und Stirnbänder mit reflektierender Wolle für Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Klasse. Die Übergabe dieser Kopfbedeckungen an die Terz-Stiftung ist für den 29. Oktober vorgesehen. Cordelia Donatsch, Leiterin der Strick-Trick-Gruppe, sagt:

«Das Material haben wir von der Terz-Stiftung zur Verfügung gestellt bekommen.»

Die Frauen treffen sich für die Aktion im Restaurant Schiffländi an der Stedi. «Wir lismen alle gern», sagen die Frauen unisono. «Kopf, Herz und Hand haben wir investiert», sagt Rosa Gianola und lachend ergänzt sie unter dem Beifall ihrer Gspänli: «Wir haben nur Zeit und Schmerzen in den Fingern investiert.» Zufrieden und mit Stolz zeigen sie die Mützen und Stirnbänder. Jedes Exemplar ist ein Unikat.

Ein Chnorz mit dem Leuchtgarn

Das Einstricken der Reflektfäden sei besonders knifflig gewesen. «Aufwendig waren auch die vielen Farbwechsel und das Verstäten der Fäden, das war schon ein Chnorz», so Irene Leuthold. Welch eine Aufgabe für diesen heissen Sommer. Doch die Frauen machten sich systematisch ans Werk, meist in den frühen Morgenstunden, wenn es noch nicht so heiss war. Es sei keine Hexerei, diese Kappen zu stricken, aber machen müsse man es, so Irene Leuthold und deutet zufrieden auf das, was aus den Wollfäden geworden ist.

«Lisme ist auch gut gegen Burn-out.»

Das wissen die Lismerinnen und lassen ihre Erfahrungen über die wohltuende Wirkung des Strickens und Häkelns für die Psyche in die Gesprächsrunde einfliessen.

«Inesteche, umeschloh, durezieh und abeloh»

Arbeitszeit für eine Mütze? Drei bis vier Stunden Strickzeit braucht es für eine Mütze, für Stirnbänder rund zweieinhalb Stunden. Weil der Reflektfaden, eben das Leuchtgarn, auf den Stricknadeln «harze», war besondere Sorgfalt nötig. «Inesteche, umeschloh, durezieh und abeloh»: Das wurde pro Mütze rund 1680 Mal fällig, 60 Maschen wurden angeschlagen, dann folgten 28 Runden. Das Ergebnis gereicht den Lismerinnen der Strick Trick-Gruppe vom «grünen Lädeli» zur Ehre. Der Aufwand für diese Maschenaktion habe sich gelohnt, zeigen sich alle überzeugt. Die Kampagne der Terz-Stiftung erwärmt nicht nur die Herzen, sondern auch Kopf, Stirn und Schläfen.

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