Stellungnahme
«Strassenübernahmen führen zu unnötigen Mehrkosten»: Gemeinderat von Uesslingen-Buch übt Kritik an Vorhaben des Kantons

Der Kanton will gewisse kantonale Strassen an die Gemeinden abtreten. In Uesslingen-Buch wären die Verbindungsstrasse von Buch nach Warth sowie die Verbindungsstrasse von Dietingen nach Stammheim betroffen.

Mathias Frei
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Südlicher Ortseingang von Uesslingen.

Südlicher Ortseingang von Uesslingen.

Bild: Donato Caspari

«Not amused.» Das beschreibt die Gefühlslage des Gemeinderats von Uesslingen-Buch in dieser Sache wohl treffend. Wie der aktuellen Ausgabe des «Rutscher Blick», der Gemeindepublikation, zu entnehmen ist, wurde man vom Kanton eingeladen, zur Abtretung der kantonalen Strassen an die Gemeinden Stellung zu nehmen. Mit den Gesetzesänderungen sollen einige Kantonsstrassen in die Gemeindestrassennetze übereignet werden. Die Verbindungsstrasse von Warth nach Buch (1,88 Kilometer) und ein Teil der Verbindungsstrasse von Dietingen nach Stammheim (0,95 Kilometer) sollen der Gemeinde Uesslingen-Buch überlassen werden.

«Dies führt jedoch zu unnötigen Mehrkosten für die Gemeinde im Unterhalt und im Winterdienst.»
Elisabeth Engel, Gemeindepräsidentin Uesslingen-Buch.

Elisabeth Engel, Gemeindepräsidentin Uesslingen-Buch.

Bild: Andrea Stalder

So heisst es in der Stellungnahme. Deshalb hat der Gemeinderat entschieden, die Stellungnahmen der Regio Frauenfeld und des Verbands Thurgauer Gemeinden zu unterstützen und diese jedoch noch zu ergänzen.

Mögliche Altlasten könnte Kosten verursachen

So wurden zum Beispiel keine Sondierungen der Strassenbeläge vorgenommen, lautet eine Kritik. Diese könnten Altlasten enthalten, was bei späteren Sanierungsarbeiten zu ausserordentlichen Aufwänden führen könnte. Die Strasse von Dietingen nach Waltalingen sei überdies eine interkantonale Verbindungsstrasse, und die Strasse von Warth nach Buch sei eine Verbindungsstrasse zwischen zwei Gemeinden. Der Gemeinderat stellt deshalb den Antrag beim Departement für Bau und Umwelt, die Strassen im kantonalen Strassennetz zu belassen. Die Behörde stellt fest:

«Denn die in Aussicht gestellten Entschädigungen würden die zu erwartenden Aufwände nicht decken.»

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