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Kolumne

Stossverkehr wegen eines Rotlichts in Frauenfeld

Murgspritzer zu kritischen Kommentaren betreffend Lichtsignalanlage während der «Öpfel Trophy» in Frauenfeld.
Samuel Koch
Samuel Koch, Redaktor Ressort Frauenfeld & Untersee. (Bild: PD)

Samuel Koch, Redaktor Ressort Frauenfeld & Untersee. (Bild: PD)

Früher flimmerten Gymnastik oder Nationalturnen als Volkssport über die noch schwarz-weissen TV-Bildschirme. Heute heisst der Volkssport Motzismus und ist allgegenwärtig von jedermann über sein Smartphone abzusondern. Kaum ein Tag vergeht, da beschweren sich Herr und Frau Wutbürger nicht über etwelches Problem. So entnehmen am Freitagabend über 7600 Mitglieder der Facebook-Gruppe «Du bisch vo frauefeld wenn…», was sich zur Stosszeit beim «Trocadero» abspielte.

Nicht was einige der Leser jetzt denken mögen. Die elektronische Mitteilung mit cholerischem Unterton wegen jeder Menge Stossverkehr handelte nicht von der Kontaktbar an der St. Gallerstrasse, sondern von einem verkehrstechnischen Rotlicht. «Ein Mann drückt das Lichtsignal beim «Trocadero» sobald auf Grün sofort wieder auf Rot», schimpfte jemand über den OL-Lauf «Öpfel Trophy» und die Streckenführung über die Hauptverkehrsachse. Der Verkehr – selbsterklärend nicht derjenige im Bett – staue sich bis nach Matzingen. Die Fahrt von dort nach Frauenfeld dauere neuerdings wahnsinnige 50 Minuten, wetterte er.

Ruhig Blut! Freitagabends benötigt die Fahrt durch das Nadelöhr halt etwas mehr Zeit, nicht nur während der «Öpfel Trophy». Die OL-Läufer treiben wenigstens richtigen Sport im Gegensatz zu den teils jähzornigen Autofahrern mit ihrem Möchtegern-Volkssport. Auf Worte zu möglichem Sport der «Troci»-Besucher verzichten wir an dieser Stelle.

Zumindest den Sport der im Stau stehenden Automobilisten sollten die Polizisten schnellstens unterbinden. Und wer im Auto sitzend etwas einfallsreich ist, der fahre von Matzingen auf der A1 in Richtung Autobahnkreuz Attikon und über die A7 nach Frauenfeld. Erstens wäre der Choleriker schneller am Ziel, zweitens hätte er einiges an Nerven gespart. Drittens wären ihm die Frauenfelder dankbar, dass er nicht das Zentrum verstopft. Und viertens hätte ihm das «Troci» gedankt, für weniger kritische Berichterstattung.

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