Kommentar

Stimmbürger zeigen Misstrauen gegen die Schulbehörde Wigoltingen

Hinter der Rückweisung des Budgets 2020 steckt mehr als nur ein unseriöser Voranschlag. Die Behörde tut gut daran, ihr Profil zu schärfen und Klarheit zu schaffen.

Sabrina Bächi
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Sabrina Bächi, Leiterin Ressort Weinfelden. (Bild: Andrea Stalder)

Sabrina Bächi, Leiterin Ressort Weinfelden. (Bild: Andrea Stalder)

Am Dienstagabend wies ein Grossteil der Stimmbürger der VSG Wigoltingen das Budget zurück. Die Behörde hat ihre Kritiker offensichtlich unterschätzt und ihnen erst noch ein Budget vorgelegt, das viele Angriffspunkte bot.

In ihrem Verhalten erscheinen die Kritiker tüpflischiisserisch, aber zu Recht verlangen sie Antworten auf Ungereimtheiten und steigende Ausgaben im Budget. Ebenfalls ihr Recht als Stimmbürger ist es, sich zu den Traktanden zu äussern, auch zu fortgeschrittener Zeit.

Die Rückweisung hat aber nicht nur mit Budgetfragen zu tun. Es ist ein grundsätzliches Misstrauensvotum gegen die Behörde. Sie könnte im Moment wohl machen, was sie will, nichts wäre gut genug. Ein Haar in der Suppe finden Kritiker immer.

Vielmehr liegt das Misstrauen wohl in der Angst einiger der lauten Kritiker, dass die Behörde ein neues pädagogisches Konzept mit einem Buebetrickli an den Stimmbürgern vorbei installieren will. Diese Thematik flammte auch am Dienstag immer wieder auf. Umso wichtiger ist, dass die Behörde nun ihr Profil schärft und ihr Konzept veröffentlicht. Dann wissen alle, wohin der Weg führen soll.