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Stiftung Turmhof in Steckborn: «Wir haben es geschafft» - Umbau ist fertig

Viele Hürden sind überwunden, die Renovation des historischen Turmhofs in Steckborn ist abgeschlossen. Und die Rechnung des Stiftung am Untersee sieht gut aus.
Margrith Pfister-Kübler
Haben die Stiftung Turmhof auf Kurs gebracht: Heinz Kasper (Finanzen), Felix Lieberherr (Kultur), Stiftungspräsident Roger Forrer und Max Arnold, Baukommissionspräsident. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Haben die Stiftung Turmhof auf Kurs gebracht: Heinz Kasper (Finanzen), Felix Lieberherr (Kultur), Stiftungspräsident Roger Forrer und Max Arnold, Baukommissionspräsident. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Brückenbauer zwischen Kirche, Politik und Wirtschaft, Beharrungsvermögen, Disziplin und ein bisschen Glück hatten zum Erfolg geführt. So herrschte denn heitere Sommerstimmung im Turmhof Steckborn an der jährlichen Gönnerversammlung der Stiftung Turmhof. «Super, wir haben es geschafft», sagte Stiftungspräsident Roger Forrer am Freitagabend.

Die Renovationen sind abgeschlossen, ein schöner Teil der exklusiven Wohnungen und Räumlichkeiten sind vermietet. Die Rechnung sieht gut aus.

«Wir gemeinsam haben den Turmhof und seine Gebäude fertiggestellt und wir können mit den heutigen Einnahmen alle Zinsen und die von der TKB geforderte Amortisation bezahlen.»

Das sagte Forrer. Ausserdem habe die Stiftung nach dem Rechnungsabschluss aller Arbeiten noch zirka 500'000 Franken auf dem Konto. «Quasi als Startkapital für eine gute Zukunft für den Turmhof», betonte der Stiftungspräsident. Das heisse aber auch, nicht übermütig zu werden. Forrer dazu: «Wenn nicht alle Mieter auf einen Schlag kündigen, wird der immer wieder ins Spiel gebrachte Heimfall der Gebäude die nächsten hoffentlich gefühlten hundert Jahre kein Thema mehr sein.» Denn das teilweise schon fast tot geglaubte Wunder, die Renovation des Turmhof-Ensembles fertigzustellen, ist geglückt.

Der Sturmhof Steckborn von der Schiffländi aus. (Bild: Donato Caspari)

Der Sturmhof Steckborn von der Schiffländi aus. (Bild: Donato Caspari)

Mittels Hosenlupf zum Bijou

Bei den Dankadressen an die Gründerfamilie Hertner, an Stadt, Bevölkerung, Kanton, Darlehensgeber und viele Ehrenamtliche machte Forrer bewusst, wie wichtig finanzielle und emotionale Unterstützung waren. Er blendete zurück:

«Manchmal war ich nur schon froh, wenn Leute nichts gesagt haben.»

Max Arnold, Präsident der Baukommission, sagte: «Ich bin gottfroh, dass wir diesen Hosenlupf gewagt haben. Wir dürfen stolz sein. Es ist ein Bijou entstanden.» Arnold beschönigte nicht, dass die Diskussionen mit der Denkmalpflege und der Ortsbildkommission viel Nerven gekostet haben. Dickes Lob gab es für die Handwerker.

«35 verschiedene Handwerker und Lieferanten, davon 34 ortsansässig, haben mustergültig gearbeitet. Wir sind im Kostenrahmen.»

So lobte Arnold. Ausnahme: Ein Briefkasten, der wurde «sehr günstig» von «auswärts» gekauft, von einer Firma im Aargau. Auf der Geldsuche habe es viele Gespräche gebraucht, erklärte Finanzchef Heinz Kasper. Er listete die Finanzierung der Baukosten mit total 5,4 Millionen Franken auf: 2,5 Millionen TKB, 1,35 Millionen Darlehen Stadt Steckborn, 646000 Franken Beiträge Natur- und Heimatschutz und 904000 Franken Stiftungsgelder. Dazu eine halbe Million Darlehen vom Lotteriefonds.

Alfred Muggli in der obersten Turmhof-Wohnung . (Bild: Donato Caspari, 15.8.2018)

Alfred Muggli in der obersten Turmhof-Wohnung . (Bild: Donato Caspari, 15.8.2018)

Der frühere Turmhof-Kapitän Alfred Muggli, der die Stiftung durch stürmische Gewässer geführt hatte, sagte auf Nachfrage unserer Zeitung: «Für mich ist es eine grosse Erleichterung und eine Genugtuung, dass jetzt alles gut herausgekommen und die Rechnung positiv ausgefallen ist.»

Kulturprogramm unter www.turmhof.ch

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