In Aadorf sprudeln die Steuern 

Die Schulgemeinde Aadorf schliesst 2018 weit besser ab als erwartet. Der Überschuss soll in Bauprojekte fliessen. Eine Steuersenkung bleibe dennoch Thema, sagt die Schulpräsidentin.

Olaf Kühne
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Die Gemeinde Aadorf verfügt über diverse Schulstandorte. Entsprechend fällt der Sanierungsbedarf an den zahlreichen Liegenschaften aus, wofür die Schulbehörde den Überschuss des vergangenen Jahres verwenden will. (Bild: Olaf Kühne)

Die Gemeinde Aadorf verfügt über diverse Schulstandorte. Entsprechend fällt der Sanierungsbedarf an den zahlreichen Liegenschaften aus, wofür die Schulbehörde den Überschuss des vergangenen Jahres verwenden will. (Bild: Olaf Kühne)

Gewinn statt Verlust. Dieses Resultat unter dem Strich eines Rechnungsabschlusses wird derzeit wieder allerorten verkündet. Im Falle der Volksschulgemeinde Aadorf kann man der Schulbehörde indes kaum übervorsichtiges Budgetieren vorwerfen.

Zwar gingen die Aadorfer Schulverantwortlichen in ihrem Budget 2018 von einem Defizit von 427000 Franken aus und können nun einen Überschuss von 973000 Franken präsentieren. Nur muss sich eine Schulbehörde auf die Prognosen der Politischen Gemeinde betreffend Steuereinnahmen stützen. Vor allem aber fusst der Aadorfer Überschuss im wesentlichen auf hervorragenden Steuererträgen von Unternehmen sowie aus den Grundstückgewinnsteuern – zwei Einnahmeposten, die sich nur schwerlich präzise prognostizieren lassen.

Astrid KellerAadorfer Schulpräsidentin

Astrid Keller
Aadorfer Schulpräsidentin

Hingegen hat die Aadorfer Schulbehörde sehr konkrete Vorstellungen, wofür sie den Gewinn verwenden will. «Bei uns stehen zahlreiche Liegenschaftensanierungen an», sagt Schulpräsidentin Astrid Keller und verweist auf das Schulhaus in Ettenhausen und den Kindergarten in Guntershausen, welche bereits fix geplant sind. Ferner stünden die Sek Nord im Löhracker, das Schulhaus in Häuslenen und die Turnhalle in Guntershausen auf der Traktandenliste. Die Aadorfer Stimmbürger befinden am 19. Mai an der Urne über den Rechnungsabschluss. Heissen sie ihn gut, kann die Schulbehörde 950000 Franken in den Erneuerungsfonds «Baufolgekosten» legen, welcher somit auf 1,7 Millionen anwachsen wird.

«Darüber können wir erst im Herbst seriös reden, schliesslich legen wir den Steuerfuss mit dem Budget Ende Jahr der Schulgemeindeversammlung vor.»

Trotz der bereits beschlossenen Gewinnverwendung will Schulpräsidentin Keller auch eine Steuersenkung nicht ausschliessen. Sie sagt aber: «Darüber können wir erst im Herbst seriös reden, schliesslich legen wir den Steuerfuss mit dem Budget Ende Jahr der Schulgemeindeversammlung vor.» Wenn es aber in Aadorf weiterhin so gut laufe, werde der Steuerfuss sicher zum Thema – dies, nachdem man ihn schon vor zwei Jahren um zwei Prozentpunkte gesenkt habe. Auf kantonal unterdurchschnittliche 94 Prozent, wie Keller betont.