Steinhaufen im See, Medikamententests und US-Wahlen: Die Kreuzlinger Volkshochschule präsentiert ihr neues Programm

Ende Oktober startet die Saison mit 14 Veranstaltungen und vielen Schutzmassnahmen - unter anderem der Maskenpflicht.

Martina Eggenberger Lenz
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Christa Blessing, Präsidentin der Volkshochschule Kreuzlingen.

Christa Blessing, Präsidentin der Volkshochschule Kreuzlingen.

Bild: Martina Eggenberger

Die Saison 2020/2021 ist für die Volkshochschule Kreuzlingen eine besondere. Wer sich einen Vortrag im Torggel Rosenegg anhören möchte, wird eine Schutzmaske tragen müssen. Dies, weil der grösste Teil der Besucher der bereits etwas älteren Generation angehört. «Daher war für uns dieser Entscheid relativ klar», erklärt Präsidentin Christa Blessing.

Ausserdem könne der Saal nur künstlich belüftet werden. Und auch auf eine Bestuhlung mit Abstand wird geachtet. Dies sei aber kein Problem. Die durchschnittliche Besucherzahl von 47 bringe man trotzdem noch locker rein.

Trotz Corona und der Ungewissheit, welche die Entwicklung der Fallzahlen mit sich bringt, hat sich das VHS-Team entschieden, ein Programm im gewohnten Umfang auf die Beine zu stellen. Die 14 Vorträge und Exkursionen decken verschiedene Interessengebiete ab, zum Beispiel aus den Bereichen Politik, Geografie oder Medizin – oft mit regionalem Bezug. Blessing betont:

«Wir legen sehr viel Wert auf einen guten Mix, um möglichst viele Leute anzusprechen.»

Zum Beispiel referiert der ehemalige Direktor der Klinik Münsterlingen, Karl Studer, zu den klinischen Versuchen in der Psychiatrie in der Zeit von 1940 bis 1980. Dominik Gügel, der Direktor des Napoleonmuseums, blickt nach Konstanz, der «Hauptstadt» des Kantons Thurgau. Und Urs Leuzinger vom Amt für Archäologie erläutert das Geheimnis der Bodensee Steinhaufen bei einem Ausflug nach Güttingen.

Stadt und Schulen finanzieren mit

Die 1942 gegründete Volkshochschule Kreuzlingen erhält von der Stadt und den Kreuzlinger Schulen insgesamt 10000 Franken Subventionen. Dank dieses Betrags und der Eintrittsgelder von 6 Franken pro Person könne man die hochwertigen Vorträge sicherstellen. «Wir sind da in einer sehr privilegierten Lage», schätzt Vizepräsident Jürg Morf das Engagement der öffentlichen Hand.

Das Programm

Am 28. Oktober startet die VHS mit einem Referat von Peter Forster zum Thema «Die USA – Politik und Wahlen». Weiter geht es am 4. November mit Karl Studers Vortrag zum «Testfall Münsterlingen». Am 18. November ist Alpsteinexperte Hans Aeschlimann zu Gast in Kreuzlingen. Am 25. November geht es bei Sebastian Sippel von der ETH um den Klimawandel.
Gesamtes Jahresprogramm: www.vhs-kreuzlingen.ch

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