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Steckborner Ortsparteien rätseln über Mangel an Stadtpräsidiums-Kandidaten

Erst einer will in die Hosen steigen als Nachfolger des abtretenden Stadtpräsidenten Roger Forrer: Andreas Gäumann für die SP. Drei weitere Kandidaten haben ihre Bewerbungen zurückgezogen. Die Vertreter der Ortsparteien grübeln.
Samuel Koch
Das Unterseestädtchen Steckborn aus der Vogelperspektive betrachtet. (Bild: Olaf Kühne)

Das Unterseestädtchen Steckborn aus der Vogelperspektive betrachtet. (Bild: Olaf Kühne)

Die Qual der Wahl zeichnet sich für die Steckborner Bevölkerung noch nicht ab. Bisher schickt erst eine Ortspartei einen Kandidaten ins Rennen für die Nachfolge des Ende Mai 2019 abtretenden Stadtpräsidenten Roger Forrer: die SP mit Andreas Gäumann. Ende Juni ist die Ausschreibung der Koordinationsgruppe mit je zwei Mitgliedern der vier Ortsparteien SP, CVP, FDP und SVP zu Ende gegangen. Zwar haben sich auf die Inserate in Zeitungen und im Amtsblatt vier Bewerber gemeldet. Nachdem die Mitglieder der Koordinationsgruppe diese bei einem Gespräch kennenlernten, haben sich aber alle bis auf Gäumann wieder zurückgezogen, wie jetzt bekannt wird.

«Wir appellieren an die Jungen, für die Zukunft von Steckborn in die Hosen zu steigen.»
Leo Stäheli, CVP Ortspartei

Somit sind bis auf die SP alle Ortsparteien unter Zugzwang. «Sie müssen sich jetzt entscheiden, ob sie den bisherigen Kandidaten unterstützen oder nicht», sagt Otmar Stillhard, der für die FDP in der Koordinationsgruppe sitzt. Seinen Parteikollegen will er keine Entscheidung vorweg nehmen. Namen, die ihre Bewerbungen zurückgezogen haben, kommentiert er nicht. Weder seien die Bewerber bewertet worden, noch habe sich jemand deshalb von einer Kandidatur distanziert. «Aber wir haben schon gehofft, dass wir nach der Ausschreibung mindestens einen weiteren Kandidaten hätten vorschlagen können», sagt er. Jetzt gehe die Suche halt weiter.

Bisher vergebene Suche nach Kandidaten

Selbstkritisch gibt sich Leo Stäheli von der örtlichen CVP. «Wir haben das Ziel als Koordinationsgruppe nicht erreicht, den Stimmbürgern schon jetzt mindestens zwei Kandidaten vorzuschlagen.» Gründe gebe es viele, wie er sagt. Vielleicht habe es damit zu tun, dass derzeit auch andere Gemeinden mit Vollzeitmandaten wie in Berg, Ermatingen oder Märstetten Nachfolger fürs Gemeindepräsidium suchten. Vielleicht sei es auch die wirtschaftliche Situation, die den Wechsel von der Privatwirtschaft in ein Stadtpräsidium derzeit nicht so attraktiv mache.

Die Parteien hätten zuletzt vermehrt auch junge, aufstrebende Politiker angefragt – vergebens. «Wir appellieren an die Jungen, für die Zukunft von Steckborn in die Hosen zu steigen», sagt Stäheli. Andreas Schäfli von der SVP findet es schade, dass derzeit ein Mangel an Kandidaten herrsche. Die derzeitige Mehrheit der parteilosen Mitglieder im Stadtrat lässt Schäfli nicht als Grund für die schwierige Suche gelten.

Zwei Diskussionen an Podien geplant

Gerne jedenfalls würde die Findungskommission der Bevölkerung eine Auswahl an geeigneten Kandidaten präsentieren. «Wir hoffen auf den politischen Prozess», sagt Leo Stäheli von der CVP. Gemäss Otmar Stillhard seien jetzt die Parteien gefragt, «denn im Dezember und im Januar planen wir je eine Podiumsdiskussion». Er hoffe, dass spätestens bis dann mindestens zwei Kandidaten teilnehmen würden. Denn unabhängig der Kandidaten, eines wünschen sich alle unisono: «Eine Auswahl.»

Offizielle Vorschläge bis Mitte Dezember möglich

Nach zwei Legislaturen ist für den jetzigen Stadtpräsidenten Roger Forrer (SVP) Schluss, wie er Ende März öffentlich bekannt gegeben hatte. Bisher hat sich für seine Nachfolge mit Andreas Gäumann erst ein Kandidat zur Verfügung gestellt. Der 50-jährige SP-Politiker ist bekannt als langjähriger Pfarrer der evangelischen Kirchgemeinde. Weitere Kandidaten fürs Stadtpräsidium können ihre Wahlunterlagen noch bis 17.Dezember bei der Stadtverwaltung einreichen. Der erste Wahlgang fürs Stadtpräsidium findet am eidgenössischen Abstimmungstag, 10. Februar 2019, statt. (sko)

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