Steckborn
Selbst der Zürcher alt Regierungsrat Martin Graf gibt Empfehlung ab: Grosse und prominente Unterstützung für wilde Kandidatur von Roland Toleti

Im Kampf ums Stadtpräsidium von Steckborn empfehlen SVP, FDP und CVP die Wahl des 58-jährigen Personalberaters Roland Toleti aus Eschlikon. Einzig die SP tut sich schwer mit einer Wahlempfehlung.

Samuel Koch
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Die vier Kandidaten vor dem Podium vor 350 Steckbornerinnen und Steckborner (v. r. n. l.): Moritz Eggenberger (GLP), Patrizio Fusco, Alfred Rickenbach, Roland Toleti (alle parteilos).

Die vier Kandidaten vor dem Podium vor 350 Steckbornerinnen und Steckborner (v. r. n. l.): Moritz Eggenberger (GLP), Patrizio Fusco, Alfred Rickenbach, Roland Toleti (alle parteilos).

Ralph Ribi

Die Meinungen sind gemacht, zumindest jene der Ortsparteien. Sie haben im Vorfeld der Stadtpräsidiumsersatzwahl vom 26. September ihre Parolen gefasst. Aus den vier vorliegenden Kandidaturen – zwei davon sind erst durch dubiose Inserate einer anonymen Gruppe zu Stande gekommen –empfehlen nach der SVP auch die FDP und CVP diejenige von Roland Toleti (parteilos). Der 58-jährige Personalberater aus Eschlikon hat laut FDP-Mitteilung durch «seine fundierte Ausbildung, die einschlägige Berufserfahrung und insbesondere seine langjährige Führungserfahrung die besten Aussichten, den angefangenen Modernisierungsprozess erfolgreich weiterzuführen».

Die CVP tut es dem Freisinn und der SVP gleich und gibt ihre Empfehlung für Toleti ab. «Mit seinem Leistungsausweis, seinem beruflichen Werdegang, seinen Statements und seiner Persönlichkeit sehen wir ihn als den Kandidaten, welcher die Stadt Steckborn mit ihren künftigen Aufgaben und Herausforderungen am besten führen und in die bestmögliche Zukunft begleiten kann», teilt die CVP mit.

Prominente Unterstützung für ehemaligen Mitarbeiter

Das Inserat von Martin Graf im «Bote vom Untersee und Rhein» vom 3.9.2021.

Das Inserat von Martin Graf im «Bote vom Untersee und Rhein» vom 3.9.2021.

Bild: Samuel Koch

In derselben Lokalzeitung hat der Zürcher alt Regierungsrat Martin Graf ein Inserat gekauft, in dem er seine Unterstützung für seinen ehemaligen Mitarbeiter bei der Zürcher Staatsanwaltschaft kundtut.

«Dank seiner konzeptionellen Fähigkeiten konnten Strukturen und Abläufe professionalisiert und die Führungskompetenz der Staatsanwälte und Kader verbessert werden», schreibt Graf, der 2015 als Überzähliger aus dem Regierungsrat ausschied, weil er als Justizdirektor nach Aussagen in der NZZ der Affäre um den jugendlichen Straftäter Carlos zum Opfer fiel.

Wahlfreigabe für die bevorstehende Stapiwahl erteilt die SP Region Steckborn, nachdem deren Mitglieder wie alle Ortsparteien die vier Kandidierenden angehört haben. «Die SP tut sich schwer, eine Wahlempfehlung abzugeben», teilt sie mit.

Am 26. September mischen vier Kandidaten um den Stapistuhl von Steckborn mit. Nebst den beiden offiziellen Kandidaten Moritz Eggenberger (GLP) und Alfred Rickenbach sind dies Patrizio Fusco und Roland Toleti (alle parteilos).

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